Gast Blogbeitrag von Teresa Cottarelli-Guenther (Tellington-TTouch® Practitioner for Dogs/Horses Tellington-TTouch® for You Practitioner aus der Schweiz)
Vor fast zwei Jahren hatte ich eine sehr komplizierte Spontanfraktur am Oberschenkel. Ich bin immer noch in Therapie. Meine Physiotherapeutin kam erst zu mir nach Hause. Wir hatten somit viel Zeit um über so vieles zu reden, unter anderem, wie ich mir in dieser doch schwierigen Situation selbst helfen kann um meinen Körper zu unterstützen. Sie interessierte sich sehr für die Tellington-Methode und wie ich in Herzkohärenz kommen kann indem ich mir vorstelle, wie ich wieder gehen kann! Mittlerweilen geht es mir viel besser. Ich muss jedoch die Therapien immer noch weiterführen.
Ich freute mich sehr, als sie mir mitteilte, dass sie schwanger war. Im Laufe unserer Gespräche erzählte sie mir von ihrer großen Sorge vor der bevorstehenden Geburt. Diese Angst hatte einen konkreten Hintergrund: Ihre erste Geburt war sehr schwierig gewesen und hatte belastende Erinnerungen hinterlassen. Ich gab ihr ein paar Unterlagen bezüglich der Tellington-Methode.
Selbstverständlich wurde sie medizinisch und psychologisch begleitet. Dennoch blieb die Frage, wie sie im Alltag mit den aufkommenden Ängsten und den damit verbundenen körperlichen Stressreaktionen umgehen konnte.
Während meiner Therapie zeigte ich ihr einige einfache TTouches, wie man schnell in Herzkohärenz kommen kann, und innerliche Bilder zu visualisieren, anstatt die Erinnerungen an die schwierige erste Geburt immer wieder zu durchleben, sich eine positive, sichere und unterstützte Geburt vorzustellen. Meine Absicht war, ihr etwas Einfaches zur Hand zu geben, das sie immer wieder machen konnte, um ihr zu helfen, ihr Nervensystem zu beruhigen und wieder Vertrauen in die eigenen Ressourcen zu entwickeln.
Die Bedeutung der Selbstregulation
Angst ist nicht nur ein Gedanke. Sie zeigt sich auch im Körper, somit können die sanften, kreisenden Berührungen die Körperwahrnehmung fördern und dazu beitragen, Spannungen bewusster wahrzunehmen und loszulassen.
Herzkohärenz: Den Körper in einen ruhigen Rhythmus bringen
Dabei wird durch eine ruhige und gleichmäßige Atmung ein Zustand geschaffen, in dem Herzrhythmus, Atmung und Nervensystem harmonischer zusammenarbeiten.
Visualisierung: Ein neues inneres Bild entwickeln
Visualisierung bedeutet nicht, die Realität zu verdrängen, vielmehr werden dem Gehirn neue Erfahrungen angeboten, die Vertrauen, Sicherheit und Zuversicht fördern können.
Eine wunderbare Erfahrung
Meine Physiotherapeutin hat ein wunderbares Mädchen zur Welt gebracht, die Geburt ist gut verlaufen und sie kann sich nun ganz der Zukunft widmen. Ich führe meine Physiotherapie weiter und unterstütze mich mit sehr viel TTouches, Visualisierung und Herzkohärenz Übungen.
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