Tellington TTouch Verein Deutschland e.V.
Offizielle Seite der zertifizierten Lehrer*innen der Tellington TTouch® Trainingsmethode in Deutschland

LEBEN BEGEGNET LEBEN

Blogbeitrag von Lisa Leicht (Tellington Instruktorin für Menschen und Kleintiere aus der Schweiz)

„Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“ – Albert Schweitzer

Dieser Satz begleitet mich schon lange. Je länger ich mit der Tellington-Methode arbeite, desto stärker spüre ich, wie tief er mit meiner Arbeit – und mit mir selbst – verbunden ist.

Seit 1996 begleitet mich Tellington TTouch und ich frage ich mich manchmal: Was bleibt, wenn man all die Techniken, Übungen und Erfahrungen beiseite lässt?

Meine Antwort wird immer klarer:

Es ist die Art, wie wir einander begegnen.

Ganz gleich, ob ein Tier oder ein Mensch vor mir steht, sehe ich nicht zuerst ein „Problem“, das gelöst werden muss. Ich sehe ein lebendiges Wesen. Ein Wesen, das wahrnimmt, fühlt, Erfahrungen gemacht hat und versucht, in seiner Welt zurechtzukommen.

Und dann frage ich mich:

Bin nicht auch ich genau das?

Auch ich bin Leben. Auch ich nehme wahr, fühle, habe meine Geschichte, meine Erfahrungen, meine Grenzen und meine Wünsche.

Damit verändert sich die Begegnung.

Ich bin nicht einfach die Instruktorin, die weiss, was für das andere Lebewesen richtig ist. Ich stehe nicht ausserhalb des Geschehens.

Leben begegnet Leben.

Vielleicht liegt genau hier die Verbindung zwischen Albert Schweitzers „Ehrfurcht vor dem Leben“ und der Tellington-Methode.

Für mich bedeutet sie:

Spüren statt Machen.

Ich muss nicht sofort etwas verändern. Ich kann innehalten, wahrnehmen, mit meinen Händen lauschen und beobachten, was sich in diesem Moment zeigt. Und während ich wahrnehme, verändert sich manchmal auch etwas in mir.

Ich werde ruhiger. Aufmerksamer. Ich entdecke vielleicht meine Ungeduld oder meinen Wunsch, etwas erzwingen zu wollen.

Nach fast 30 Jahren Tellington habe ich gelernt, nicht immer zuerst zu fragen:

Was stimmt hier nicht?

Sondern:

Was ist hier?
 Was nehme ich wahr?
 Was geschieht gerade in mir?

Vielleicht ist das heute das Herz meiner Arbeit als Tellington-Instruktorin für Menschen und Kleintiere:

Nicht:

„Ich weiss, was du brauchst.“

Sondern:

„Ich bin bereit, dir wirklich zu begegnen.“

Denn auch ich bin Leben, das leben will.

Und du bist Leben, das leben will.

Du bist nicht weniger. Du bist nicht mehr.
 Du bist mein Gegenüber – Leben, das leben will, wie ich.

Wir müssen nicht einer den anderen verändern.

Wir dürfen wahrnehmen, spüren und uns begegnen.

Leben begegnet Leben.


 

Lisa’s nächste Veranstaltungen

15. – 18. Oktober 2026: TTouch for You in Nürnberg, Körperarbeit für Wohlbefinden, Konzentration und leichteres Lernen, Basismodul,

 https://ttouchforyou-bayern.de

 

  1. – 26. Oktober 2026: Online Intensivkurs “Wie Tellington TTouch den Vagusnerv stärkt – und deinen Hund ins  Gleichgewicht bringt” Diese Veranstaltung zählt für die Practitionerausbildung.

https://tellington.at/kurse-fuer-die-ausbildung/

 

30.10 – 01.11. 2026: TTouch for You  Practitioner-Ausbildung in Bad Vöslau bei Wien, https://tellington4you.at/termine/

 

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Silvesterangst – wenn Hände Sicherheit schenken

Blogbeitrag von Karin Petra Freiling (Tellington Instruktorin für Menschen und Kleintiere aus Deutschland)

Wenn ein Hund an Silvester in Panik gerät, dann braucht er für mich Sicherheit. Ein panischer Hund läuft oft nicht deshalb herum, weil er eine gute Lösung sucht. Er läuft, weil sein Körper im Fluchtmodus gefangen ist. Er rennt von einem Ort zum nächsten, sucht einen Ausweg, findet keinen – und gerät dabei immer tiefer in sein Muster.

Genau dann empfinde ich es als meine Pflicht ihm zu zeigen dass ich für ihn da bin.

Zunächst bringe ich mich mit den „magischen 3 TTouches“ ( Heart Hug, Ohren-TTouch, Mund-TTouch) selbst zur Ruhe, dann rahme ich ihn ein. Ich setze mich zu ihm und  beginne ruhig und klar mit den Basis-TTouches.

Einladend, liebevoll und weich um seinem Körper eine neue Information zu geben:

Du musst nicht weiter fliehen. Ich bin da. Du bist sicher.

Und ich glaube, genau das wird oft missverstanden: Ein Hund muss Berührung nicht schon vorher genießen, damit Berührung ihm helfen kann.

Manchmal entsteht Vertrauen erst durch die richtige Berührung.und unsere Tellington TTouch Methode bietet uns da eine wertvolle Schatzkiste an Möglichkeiten.  

Unsere Blossom hat mir das wieder einmal ganz deutlich gezeigt. Als sie zu uns kam, war sie tief in ihrem Panik- und Fluchtmuster gefangen. Hätte ich gewartet, bis sie freiwillig Nähe sucht, wären wir vermutlich lange keinen Schritt weitergekommen und sie würde noch immer zusammengekauert mit weit aufgerissenen Augen in der Ecke liegen. Ich habe sie sanft mit ihr gesprochen, sie eingerahmt, gettoucht ( zunächst in der Luft) und ihr mit meinen Händen Sicherheit gegeben.

Heute genießt sie Berührung. Heute sucht sie unsere Nähe. Ihr Blick ist weicher geworden. 

Und jedes Mal berührt mich das tief. Was mich als Biologin besonders freut ist dass wir das Ganze auch wissenschaftlich untermauern können. 

Ich hatte das große Glück  selbst bei Anna Wise zu lernen und an den faszinierenden Untersuchungen mit dem Mind Mirror teilnehmen zu dürfen. Immer wieder konnten wir sehen, dass bereits nach wenigen Basis-TTouch-Kreisen der sogenannte Awakened Mind State entsteht. Auch unsere eigenen Messungen zeigen nach kurzer TTouch-Arbeit Veränderungen in Richtung idealer Gehirnwellenkonstellation und Herzkohärenz. Beides versetzt das Tier in die Lage wieder zu denken statt „außer sich“ zu sein vor Panik. 

Das alles funktioniert in der Theorie und in der Praxis. Ich sehe es in jedem einzelnen Hund vor mir, immer wieder,  jedes Jahr in meinen Silvestervorbereitungskursen. 

Ich sehe, wie die Atmung ruhiger wird. Wie sich der Blick verändert. Wie der Körper langsam weicher wird. Wie die Stressreaktion nachlässt und Oxytocin, Nähe und Sicherheit wieder mehr Raum bekommen.

Darum beginnt Tellington TTouch -Silvestertraining bereits 3 Wochen vor dem 31. Dezember. Mit Berührung. Mit gezielten TTouches. Mit Tellington Körperbändern und oder dem Thundershirt.Mit Ruhe. Mit Vertrauen. Mit einem Menschen, der zum Fels in der  Brandung wird und sagt:

Ich bleibe bei dir. Ich helfe dir da durch.

Und wenn die Welt draußen laut wird, darf mein Hund spüren:

Hier sind Hände, die mich halten.

Hier ist ein Herz, das bei mir bleibt.

Hier bin ich sicher. 💝


Karin’s nächste Veranstaltungen

www.karinpetrafreiling.de

Besucht uns auf der Hund und Pferd in Dortmund vom 6.-8.11. sind wir dort mit Präsentationen und Messestand für Mensch und Tier vertreten.


Wochenendseminar – Verhalten von Hunden und Erziehungsmöglichkeiten

Datum: 28. – 29.11.2026

Das zweitägige Seminar vermittelt einen ganzheitlichen Ansatz zur Hundeerziehung, basierend auf natürlicher Kommunikation, Aktivität und Berührung. Am ersten Tag werden die Grundlagen der Hundepsychologie behandelt, einschließlich Instinkte, Motivation und Körpersprache, um Verhaltensprobleme wie Angst oder übermäßiges Bellen besser zu verstehen. Dabei stehen positive Verstärkung, klare Kommunikation und konsequentes, aber faires Setzen von Grenzen im Fokus. Der zweite Tag vertieft das Gelernte mit praxisnahen Übungen, darunter die Analyse und Korrektur von Problemverhalten, Begegnungstraining und Desensibilisierung. Zudem wird die Bedeutung von Impulskontrolle, Entspannung und Berührungstechniken wie Tellington TTouch® für die Erziehung hervorgehoben. • Praktische Übungen zur Förderung von Gelassenheit und Bindung runden das Seminar ab, das mit einer Reflexionsrunde und der Zertifikatsvergabe abschließt.


ttouchforyou-bayern.de


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Weniger ist mehr

Blogbeitrag von Katja Krauß (Tellington Instruktorin für Kleintiere aus Deutschland)

Bei Vorträgen oder auch im Alltag fällt mir immer wieder etwas auf: Viele Menschen tun sich schwer damit, Inhalte kurz und klar weiterzugeben.

Dabei sollte berücksichtigt werden, dass nicht jede Information, die wir vermitteln, auch tatsächlich im Kopf unseres Gegenübers ankommt. Und trotzdem scheint es verlockend, möglichst viel Wissen, möglichst viele Gedanken und möglichst viele Details weiterzugeben.

Besonders spannend finde ich das bei Menschen, die gerade etwas Neues gelernt haben. Die Begeisterung ist groß – und am liebsten soll sofort alles geteilt werden, was gerade entdeckt wurde. Verständlich. Und gleichzeitig oft gar nicht so hilfreich.

Denn eine Fülle von Informationen macht das Lernen nicht unbedingt leichter. Häufig bleibt gerade dann weniger hängen. Ein oder zwei Gedanken, die Raum bekommen und wirklich verstanden werden, können nachhaltiger wirken als ein ganzer Vortrag voller Wissen.

Für mich fühlt es sich deshalb manchmal so an, als geriete beim Reden oder Schreiben das eigentliche Ziel aus dem Blick: Es geht nicht darum, möglichst viel von unserem Wissen weiterzugeben. Es geht darum, dem Gegenüber die bestmögliche Chance zu geben, etwas mitzunehmen.

Je länger ich unseren erfahrenen Tellington Instruktorinnen zuhöre, desto beeindruckender finde ich diese Fähigkeit. Mit erstaunlich wenigen Worten können sie unglaublich viel sagen.

Manchmal ist es nur ein einziger Satz, der nach einer intensiven Lernwoche hängen bleibt. Ein Satz, über den später noch nachgedacht wird. Ein Satz, der einen  vielleicht sogar bis ans Lebensende begleitet.

Dann hat sich diese Lernwoche mehr gelohnt als mit einem Kopf voller Wissen, das schon bald von vielen anderen Informationen überschrieben wird.

Ich liebe dazu einen Satz von Gandhi:

„Rede, wenn es die Stille verbessert.“

Diesen Gedanken nehme ich auch mit in das Schreiben.

Vielleicht lohnt sich deshalb vor dem nächsten Kundenbesuch, Blogbeitrag oder auch einfach der Ansprache ans Kind oder den Partner eine kleine Pause:

Was davon braucht es wirklich?

Denn vielleicht ist die wertvollste Information manchmal nicht die, die am meisten Raum einnimmt.

Vielleicht ist es die, die Raum schafft.

Für einen Gedanken.
Für eine eigene Erfahrung.
Für etwas, das nachklingen darf.


Katja’s nächste Veranstaltungen

Katzen Online Kongress

5 Tage für 0 Euro

Hier gehts zur Anmeldung


Tellington TTouch online – jede Woche – Schnupperstunde kostenlos

Gemeinsames ttouchen und kennen lernen der Tellington Methode unter Anleitung von Katja Krauß

https://www.greh.de/angebote/tellington-ttouch-online


ttouch-n-click Trainer (Hunde oder Katzen) Ausbildung

https://www.ttouch-n-click.de/anmeldung/basis-hund

https://www.ttouch-n-click.de/anmeldung/katze


HUNDGESTÜTZT für Pädagogen, Therapeuten und Andere, die ihren Hund in ihrem beruflichen Umfeld einsetzen wollen

Online Modul Mitte Januar

www.hundgestuetzt.de


Spürhundausbildung – jeder Zielgeruch ist möglich

Wer sich intensiv mit der Spürhundasubildung beschäftigen möchte ist hier richtig. Spaß für Halter und Hund – Anfang Januar online.

www.schimmelsuchemithund.de


Loving Animals

Der Kurs überträgt die Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg auf den Umgang Hunde und andere Tiere.

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www.lovinganimals.de


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Bitte, Danke und andere Höflichkeiten

Blogbeitrag von Doris Prinstinger (Tellington Instruktorin  für Kleintiere aus Österreich)

Beim Tellington TTouch Training arbeiten wir viel mit Bildern. 

Ich habe zum Beispiel einen sehr schönen Drachenschwanz mit bunten, schillernden Schuppen, der mich stabilisiert und in Balance bringt.

Wir kreieren auch Bilder in unserem Kopf von Situationen, die wir gerne ändern möchten und stellen uns das Wunschergebnis so detailgetreu wie möglich vor.

Zusätzlich zu den Bildern, die ja in uns und nicht sichtbar für andere entstehen, gibt es noch das gesprochene Wort.

Auch Achtsamkeit in der Sprache macht einen erheblichen Unterschied. Wie ich etwas formuliere, hat Auswirkungen auf das Ergebnis.

Ich hätte von mir behauptet, schon sehr achtsam und höflich im Umgang mit Menschen und natürlich mit den Tieren im Allgemeinen und meinem Hund im Besonderen (einfach weil wir so viel Zeit miteinander verbringen) zu sein.

Ein „kannst du dich bitte hinsetzen“ ist für mich normal. Ich bedanke mich auch wenn es die Situation erfordert. Ich empfinde es als einen Akt der Höflichkeit im Umgang den Hunden nicht einfach Signale hinzu schmettern. Da macht eben der Ton die Musik.

Also – ich dachte, ich wäre schon ziemlich gut und dann höre ich etwas, das mich sehr nachdenklich gestimmt hat.

Folgende Situation: der Hund bellt im Garten, weil irgendetwas aufregendes passiert ist und ich höre „…….würde es dir helfen, wenn du rein gehst?“

WOW! Ich hätte vermutlich gesagt: „kannst du bitte aufhören zu bellen, weil sonst musst du rein gehen.“

Ja, schön höflich „bitte“ gesagt und dann folgt doch eine „Drohung“. Die ganze Höflichkeit futsch – pro forma sozusagen. 

Ich kann jetzt nicht sagen, wie sich der Unterschied in der Aussage genau auf den Hund auswirkt. Was sich in mir ändert, kann ich aber sagen. Obwohl, es ist eigentlich eher mein Gefühl dabei. Daher denke ich, dass die Botschaft, die beim Hund ankommt, sich auch wesentlich unterscheidet.

Zukünftig möchte ich noch genauer hinhören und die Reaktionen darauf beobachten. Ich bin neugierig.


Doris’s nächste Veranstaltungen:

www.tellington.at


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Für die Schweiz

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TTouches®️ können so lecker sein!

 Blogbeitrag von Lily Merklin (Tellington TTouch Instruktorin für Pferde aus der Schweiz)

Wer TTouches hört, denkt wohl in erster Linie an körperlichen Genuss, vielleicht an Entspannung oder Schmerzlinderung, an mehr Beweglichkeit oder ein besseres Körpergefühl. Immer, wenn sich der Geburtstag meiner geschätzten Kollegin Daniela Zurr nähert, denke ich inzwischen an leckeren Kuchen, Kreativität und ihre ganz besondere Freundin Johanna Hofmann, wenn ich TTouches höre. Nach der Pythonheber-Torte und dem Achtsamen Schildkröten-Kuchen hat sie dieses Jahr einen Blechkuchen mit einer Tarantel, die den Pflug zieht, verziert. Die supersüße Tarantel mit den Glubschaugen auf der grünen Wiese mit den hübschen Blümchen lässt wohl sogar das Herz von Spinnenphobikern höher schlagen. Und der Schokoladenboden, den sie pflügt sieht so köstlich aus, dass man die Spinne gut noch eine Weile leben lassen kann…



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Die Tellington TTouch Methode feiert ihr 50-jähriges Jubiläum –

freu dich auf viele Überraschungen

Wenn das Gelernte direkt wirkt

Besonders berührend sind für mich Rückmeldungen, bei denen Menschen erzählen, was sich direkt nach einem Kurs verändert hat. Der Bericht von Bastian zeigt sehr schön, wie aus dem Erlernen und Üben von Tellington TTouch und Bodenarbeit große Veränderungen entstehen können.

Nach unserem dreitägigen Tellington-Kurs musste er das Pferd einer Freundin zu einer Augen-OP zur Klinik fahren. Das Pferd geriet beim Warten vor dem Ausladen schnell in Panik. Bastian wendete in dem Moment gleich die gelernten TTouch an und der Wallach beruhigte sich und blieb bei sich, selbst als direkt hinter dem Hänger ein Pferd auf dem Schotterplatz longiert wurde.
Bastian freute sich über konkrete Möglichkeiten, dem Pferd in der Notsituation zu helfen, statt hoffen und abwarten zu müssen.
Und nicht nur dem Pferd, sondern auch sich selbst, denn er legte sich ein Tellington Körperband an, und konnte so die lange Fahrt mit entspannten Rücken erleben.

Nach dem Reiten seiner eigenen Pferde, die beide am 3 Tages-Kurs teilgenommen hatten, schrieb er: “Beide Pferde machen super tolle Fortschritte. Es ist fantastisch, was mit der Tellington Methode für Türen für mich und die Pferde eröffnet wurden. Ich habe mich heute mal wieder an schwierigere Lektionen getraut. Mit meiner Stute habe ich Mal wieder in die Piaffe und in die Galoppwechsel hinein getestet – es war zum Dahinschmelzen. Früher wurde sie hier eher hektisch.. Heute hat sie sich super entspannt in die Piaffe eingefunden (Energie, im Takt, keine Stresszeichen, etc) und auch nach den Galoppwechseln ist sie schön und entspannt weiter galoppiert (da neigte sie zum Eilen).
Und die Energie, die mein Wallach gerade in allen Gangarten zeigt ist wunderbar. Er geht souveräner mit seiner Kraft um und weiß einfach richtig zu glänzen.
Es ist fantastisch, welche Türen der Kurs mit dir für mich und die Pferde eröffnet.”
Ach, ich liebe es, wenn unsere Methode direkte Anwendung findet und Pferde und Menschen das Leben schöner macht.


Anke’s nächste Veranstaltungen

24.-27. September  Tour mit Einzelstunden Odenwald, Baden, Schweiz (Aargau)

22.-24. Oktober
2,5 Tage Tellington Kurs für Pferde bei Verden a.d. Aller Info: Julia Krompholz MAIL
hier treffen sich erfahrene und neu Tellington Menschen, ein Wohlfühlkurs für Mensch & Tier

10.-11. Oktober
Besser reiten mit Feldenkrais in Koblenz (Schweiz) Leihpferde vor Ort, man kann auch eigene mitbringen

21.-22. November TTouch for you in Zürich weitere Infos: Laura Sigrist MAIL


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„Gewalt beginnt, wo Wissen endet.“

Blogbeitrag von Ingrid Wild (Tellington Instruktorin für Pferde aus Deutschland)

Dieser Satz ist mir vor einiger Zeit wieder begegnet – In einem Gespräch mit einer erfahrenen Pferdefachfrau bat ich sie um Feedback zu unserem Werbeslogan- „Wissen statt Gewalt“- für die Tellington TTouch & Reiten- Ausbildung. Sie antwortete darauf: „Ich glaube nicht, dass die Mehrheit der Reiter ihren Pferden Gewalt antun möchte. Sie glauben einfach nicht, dass das, was sie tun, gewalttätig ist.“



Das machte mich nachdenklich. 
Denn vielleicht liegt genau darin eines der größten Probleme im Umgang mit Pferden: 
Wir haben uns an Dinge gewöhnt, die wir früher vielleicht hinterfragt hätten.
Und wenn sich das, was wir als normal empfinden, immer weiter verschiebt, bemerken wir die Veränderung irgendwann nicht mehr.

Die Verschiebung der Baseline

Die Wissenschaft kennt dieses Phänomen als „Shifting Baseline“ – die Verschiebung der Ausgangsnorm. Die Sozialwissenschaftlerin und Autorin Juli von Bismarck beschreibt das Phänomen der „Verschiebung der Baseline“:
 Was eine Generation noch als ungewöhnlich, problematisch oder sogar erschreckend wahrgenommen hat, wird für die nächste Generation zur Normalität. 



Nicht, weil sich die Sache unbedingt zum Besseren verändert hat.
 Sondern weil wir uns daran gewöhnt haben. 



Könnte genau das auch im Pferdesport geschehen?

Schauen wir uns um.
 


Pferde, die bereits im Alter von eineinhalb Jahren systematisch ins Training genommen werden.
 Junge Pferde, deren Körper noch lange nicht ausgereift ist, die aber bereits lernen sollen, einen Menschen zu tragen, bestimmte Bewegungsabläufe auszuführen und zuverlässig zu funktionieren.
 
Gebisse, die auf kleinste Bewegungen enorme Kräfte entwickeln können.

Scharfe Zäumungen,  eng verschnallte Nasenriemen, Sporen, Gewichte an den Beinen. 
Hilfszügel und andere Trainingshilfen, deren Wirkung viele Menschen nicht wirklich verstehen. Equipment, das nicht passt oder nicht korrekt eingesetzt wird. 


Starker Druck auf Zügel und Gebiss. 


Pferde, die sich gegen die Einwirkung wehren – und deren Widerstand als Ungehorsam, Widersetzlichkeit oder mangelnde Ausbildung bezeichnet wird. 
Und manchmal ein Pferd, das äußerlich „funktioniert“, während sein Körper und sein Ausdruck etwas völlig anderes erzählen.



Ist das inzwischen normal?

Und wenn ja:
Wer hat eigentlich entschieden, dass es normal ist?

Wenn Schmerz zum Trainingsmittel wird

Vielleicht müssen wir unsere Vorstellung davon erweitern, was Gewalt bedeutet.

Gewalt ist nicht erst der offensichtliche Schlag. Nicht erst der Moment, in dem ein Mensch die Kontrolle verliert.
Gewalt kann auch systematisch, kontrolliert und professionell aussehen.
Sie kann in einem Trainingsplan stehen.
Sie kann Teil einer Ausbildung sein.
 Sie kann von einem renommierten Trainer vermittelt werden.
 Sie kann auf einem Turnier stattfinden.
 Sie kann mit den besten Absichten ausgeführt werden.
 Und genau deshalb ist sie so schwer zu erkennen.

Wenn ein Pferd auf einen starken Schmerzreiz mit der gewünschten Reaktion antwortet, kann das von außen wie erfolgreiches Training aussehen.
Das Pferd läuft. Es hält an. Es tritt zurück. Es läuft eine Lektion. Es „gehorcht“.

Aber die entscheidende Frage lautet:
 Was hat das Pferd dabei gelernt? 



Hat es verstanden? 
Hat es Vertrauen entwickelt?
 
Hat es körperlich an Balance und Kraft gewonnen?

Oder hat es lediglich gelernt, einem unangenehmen oder schmerzhaften Reiz zu entkommen?

Und natürlich ist es wichtig, zwischen bewusster Grausamkeit und unbewusstem, problematischen Handeln zu unterscheiden. 
Die meisten Menschen lieben ihre Pferde. Sie füttern sie. Sie kümmern sich um ihre Hufe. Sie kaufen gutes Futter. Sie sorgen sich, wenn das Pferd krank ist. Sie möchten, dass es ihm gut geht. Und gerade deshalb ist diese Diskussion so wichtig.
 Denn Liebe allein schützt nicht vor falschem Handeln.



Wir können einem Lebewesen sehr zugetan sein und ihm trotzdem unbeabsichtigt Schmerzen zufügen. Wir können es gut meinen und trotzdem etwas tun, das für das Pferd belastend ist. Wir können glauben, dass wir trainieren, während das Pferd vielleicht nur versucht, einer unangenehmen Situation zu entkommen.
 


Das macht einen Menschen nicht automatisch zu einem schlechten Menschen.
Aber es macht ihn verantwortlich dafür, mehr wissen zu wollen.

Deshalb sollten wir uns angewöhnen, scheinbar alltägliche Dinge wieder mit den Augen eines Menschen zu betrachten, der sie zum ersten Mal sieht.
 


Ein Pferd mit einem sehr engen Nasenriemen. 

Ein zu junges Pferd mit Reitergewicht.
 
Ein Pferd, das sich gegen das Gebiss wehrt.
 
Ein Pferd, das unter einer starken Einwirkung plötzlich „nachgibt“.
 
Ein Pferd, das funktioniert.

Ein Pferd, das beim Aufsteigen bereits Spannung zeigt.

Ein Pferd, das beim Satteln die Ohren anlegt.

Ein Pferd, das beim Angurten das Kinn festhält.

Ein Pferd, das beim Reiten den Schweif schlägt, das Maul öffnet oder mit dem Kopf schlägt.

Was würden wir sehen, wenn wir nicht sofort sagen würden:
 „Das ist eben ein schwieriges Pferd“
, sondern: „Was versucht mir dieses Pferd gerade mitzuteilen?“

Fortsetzung folgt


Ingrid’s nächste Veranstaltungen:

www.wild-pferd.com

26./27.September 2026
Tellington TTouch® und Reiten in 86853 Langerringen
Information und Anmeldung bei Christiane Hausladen, Email: christiane.hausladen@freenet.de

09.-11.Oktober 2026
Intensivseminar: Trainingstage Tellington TTouch® für Pferde
mit  3 Tellington TTouch Instruktoren Lily Merklin, Ingrid Wild und Daniel Schnell
Freue dich auf  Praxisnahes Lernen mit Pferd
, Tellington TTouch® in Theorie & Anwendung
,  Arbeit im Lernparcours,  Reiten mit mehr Freude & Bewusstsein

Mit viel Erfahrung, Einfühlungsvermögen und Leidenschaft gehen die InstruktorInnen individuell auf dich und dein Pferd ein
Spüre die besondere Energie dieser Methode und nimm wertvolle Impulse für deinen Alltag mit.
Veranstaltungsort, Information und Anmeldung:
Daniel Schnell, Pferdehof Luppmanns , Luppmanns 2 – 88279 Amtzell  mail: info@luppmanns.de – www.luppmanns.de 

17./18. Oktober 2025
Tellington TTouch® und Reiten in 67808 Schönborn
Anmeldung bei Isabelle Tschöpke, Email: isabelle.tschoepke@gmx.de

Practitioner Ausbildung Pferde:
2. Modul:  30.März – 4.April 2027
https://www.wildundschnell.com/anmelden/
auch mit eigenem Pferd


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Tellington TTouch von Anfang an

Blogbeitrag von Daniela Zurr (Tellington Instruktorin für Kleintiere und Menschen aus Deutschland)

Wie lange sind Sie schon mit Tellington TTouch vertraut? Mir ist vor kurzem bewusst geworden, wie lange mich dieser schon durch das Leben begleitet.

Ich war bei Freunden zu Besuch, mit denen ich studiert habe. Die Freundin habe ich durch ihre 3 Schwangerschaften mit TTouch begleitet. Sie hatte in dieser Zeit sehr mit dicken Beinen und mit Problemen auf Grund ihrer Krampfadern zu kämpfen. Mit regelmäßigem Einsatz von Tellington-Körperbändern und TTouches reduzierten sich ihre Beschwerden deutlich.

Die ersten Jahre konnte ich dann auch noch das Heranwachsen der drei Jungs erleben und wir hatten viel Spaß, wenn wir gemeinsam mit Kindern, Ponys und Hunden losgezogen sind.

Dann haben wir uns einige Jahre aus den Augen verloren und inzwischen sind die Kinder erwachsene Männer und einer von ihnen wird demnächst Vater😊 Während meines Aufenthalts kam es zu einem kurzfristigen Krankenhausaufenthalt seiner Partnerin, da es Anzeichen für eine verfrüht bevorstehende Geburt gab.

Die Aufregung war natürlich groß und wie dankbar war ich, dass ich TTouch zur Unterstützung anbieten konnte. Es war ein wunderschönes Gefühl, jetzt TTouch für die nächste Generation zeigen zu dürfen und bei dem zukünftigen Vater, die Freude, dass er seine Partnerin und das ungeborene Baby unterstützen kann, zu erleben.

Wie Sie auch ihre Familie mit TTouch unterstützen möchten, schauen Sie nach TTouch for you Kursen in ihrer Nähe oder online. Viel Freude dabei, wünsche ich Ihnen!

Daniela’s nächste Veranstaltungen

Tellington Ausbildung für Menschen

15.10.26 Beginn

Weitere Informationen zur Tellington Ausbildung für Menschen

Geräuschangst beim Hund 

Internationales Experten-Panel

Seminar für praktische Tierärzt:innen, Tierärzt:innen des Fachbereichs Verhaltensmedizin, Studierende der Veterinärmedizin

27.09.26

Weitere Informationen zum Experten-Panel „Geräuschangst beim Hund“

ttouch-n-click Hundetrainerausbildung -live in Berlin


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Für die Schweiz

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Freudige Neuigkeit: „Resilienz für Mensch und Pferd“ ist jetzt ISAAT-akkreditiert!

​Blogbeitrag von Bibi Degn (Tellington Instruktorin für Hunde, Kleintiere und Pferde aus Spanien)

Wir freuen uns sehr, eine besondere Nachricht mit euch zu teilen: Unsere Weiterbildung „Resilienz für Mensch und Pferd”, achtsame tiergestützte Interventionen (TGI) mit Tellington, wurde von der ISAAT akkreditiert!

Was bedeutet das genau?

Die ISAAT vergibt Akkreditierungen für Bildung im Bereich der tiergestützten Intervention (TGI) (weshalb die Akkreditierung nicht für die Tellington-Ausbildung gegeben werden kann), zertifiziert wurde also nicht die Tellington-Methode allgemein, sondern gezielt die Weiterbildung „Resilienz für Mensch und Pferd“ der Tiere-Akademie, die die bewährte Basis der Tellington-Methode für den TGI-Kontext lehrt.

Warum ist diese Akkreditierung wichtig?

Eine ISAAT-Akkreditierung ist ein Qualitätssiegel. Sie zeigt, dass eine Weiterbildung definierten fachlichen Standards für tiergestützte Arbeit genügt – gerade im wachsenden, aber noch uneinheitlich geregelten Feld der TGI ein wichtiges Signal. Dafür wurden umfangreiche Curricula und die Regularien zum Ablauf vorgelegt und geprüft. 

Für wen ist das relevant?

Diese akkreditierte Weiterbildung kann wertvoll sein für:

  • Menschen, die therapeutisch, pädagogisch oder in sozialer Arbeit tätig sind und ihre Arbeit um eine fundierte, anerkannte pferdegestützte Komponente erweitern möchten
  • Mitarbeiter:innen in Einrichtungen, die TGI anbieten und eine anerkannte Weiterbildung fordern
  • Pferdemenschen, die ihre Tellington-Kenntnisse in Richtung einer anerkannten TGI-Qualifikation weiterentwickeln wollen
  • Reitlehrer:innen und Unterrichtende mit Pferden, denen bei der Wahl einer Weiterbildung eine international anerkannte, methodenübergreifende Qualitätssicherung wichtig ist

Ein besonderer Meilenstein

Mit dieser Akkreditierung gibt es nun im Pferdebereich die auf der Tellington-Methode basierende, ISAAT-akkreditierte Weiterbildung  „Resilienz für Mensch und Pferd“ für TGI. 
Nicht wenige andere Weiterbildungen international haben den Wert der Tellington-Methode in ihrer “Rückwirkung” auf den Menschen erkannt und integrieren einzelne Tellington-Module, von unseren Lehrer:innen als Vortragende. 
Im Hundebereich ist die Weiterbildung “hundgestützt“ (@katjakrauss) auf Tellington aufgebaut. 

Nächster Start

Die nächste Weiterbildung  „Resilienz für Mensch und Pferd“ in Form einer Jahresgruppe startet im März 2027. Wer sich für eine fundierte, ISAAT-akkreditierte Weiterbildung interessiert, ist herzlich eingeladen, sich den Termin in wenigen Tagen, am 15.9. zur Info-Veranstaltung vorzumerken.

Wir freuen uns auf alle, die diesen Weg mit uns gehen möchten!


Bibi’s nächste Veranstaltungen:

Es gibt noch Last-minute-Plätze für ein sehr spannendes Ausbildungs-Modulmit Doris Grütjen und Bibi Degn vom 28.9. – 3.10. in Mönchen-Gladbach im Pfotenhof.
Wir werden uns nebst den Tellington-Techniken mit vergleichender Anatomie und Bewegungsmustern von Mensch und Hund befassen, ausführliche Gangananalysen der mitgebrachten Hunde vornehmen mit Auge wie mit Messgeräten, uns mit Gesundheitsthemen und dem Alter des Hundes beschäftigen, mit der Vorbereitung des Hundes auf Tierarzt-Besuche, uvm. Ich freue mich sehr auf dieses Modul mit Doris!

Im Frühjahr 2027 erwarte ich mit viel Vorfreude die Instruktor-Kollegin Tina Constance aus England. Tina hat viele Jahre mit der (viel zu früh verstorbenen) Sarah Fisher zusammengearbeitet und richtet jetzt gemeinsam mit Debby Potts Ausbildungen in asiatischen Ländern aus –  aber nun vom 27.4. – 1.5. 2027 erstmals in Deutschland. Auch das in Mönchengladbach.

Practitioner-Ausbildung Pferde

Auch hier geht es jetzt los mit den Herbst-Modulen:
Das Intensiv-Seminar zur Pferde-Ausbildung und/oder einem “Neustart” beginnt diese Tage in Kaub am Rhein –  theoretisch mit Restplätzen für EXTREM  kurz Entschlossene.

Ab dem 9.-14.10. beschäftigen wir uns mit dem Ausbau der Pferdeausbildung auf der Basis der Tellington-Methode zur klassischen Dressur, insbesondere mit der Führposition Dingo – in Südspanien.

Im Frühjahr 2027 erwarte ich Robyn Hood als Vortragende für die Pferde-Ausbildung und will schon jetzt darauf hinweisen, dass Kolleg:innen mit einem Rabatt von 50% als Teilnehmende dabei sein können – auch mit eigenem Pferd und dies als Advanced Training anrechenbar ist.
Bitte reserviere den voraussichtlichen Termin vom 10.-14.April. Verbindliche Planung folgt in Kürze!

Resilienz für Mensch und Pferd

Online-Info-Veranstaltung · 15. September 2026 · 19:00 Uhr

Zusätzliche Termine zu Einführungs-Veranstaltungen sind in Planung (Oktober 26 – Februar 27).  Lehrgangs-Beginn 11.3.27


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Faszinierende Faszien

Blogbeitrag von Sylvia Haveman (Tellington Instruktorin für Hunde, Kleintiere und Pferde aus den Niederlanden)

Das Foto zeigt das Skelett eines Hundes mit verschiedenen Faszienlinien, dargestellt durch farbige Bänder. Faszien sind ein faszinierendes und wichtiges Körpergewebe, das den gesamten Körper durchzieht und miteinander verbindet.

Faszien geben dem Körper Struktur und ermöglichen Bewegung. Man kann sie sich wie ein dreidimensionales Spinnennetz aus Bindegewebe vorstellen, das sich zwischen und durch Muskeln, Knochen, Nervenfasern und Organe zieht. Dadurch sind die verschiedenen Körpersysteme miteinander verbunden und können als Einheit funktionieren.

Faszien gibt es in ganz unterschiedlichen Formen und Größen. Sie bilden beispielsweise Sehnen und Bänder, umhüllen Organe und durchziehen das Gewebe bis in mikroskopisch kleine Bereiche. Sogar jede einzelne Zelle des Körpers ist von faszialem Gewebe umgeben. Die Faszie durchdringt, verbindet und unterstützt somit nahezu jeden Bereich des Körpers.

Jeder Teil dieses faszinierenden Netzwerks steht in direkter Verbindung mit anderen Bereichen. Deshalb können Spannungen oder Veränderungen an einer Stelle Auswirkungen auf andere Körperregionen haben.

Gesundes Fasziengewebe ist geschmeidig, gut mit Flüssigkeit versorgt, elastisch und beweglich. Ist die Faszie dagegen wenig beweglich, kann sie trocken, starr oder verhärtet sein.

Forschungen zeigen, dass es sogenannte Faszienlinien oder anatomische Ketten gibt – miteinander verbundene Strukturen, die bei bestimmten Bewegungsmustern zusammenarbeiten. Dadurch wird verständlich, warum eine Veränderung oder Spannung an einer Stelle die Bewegung und das Wohlbefinden an einer anderen Stelle beeinflussen kann.

Das Schöne an den Faszien ist, dass man sie auf unterschiedliche Weise und mit verschiedenen Methoden positiv beeinflussen kann. Eine Methode, die jeder anwenden kann, ohne jahrelang studiert haben zu müssen, ist der Tellington TTouch.

Besonders kreisförmige TTouches und Hautrollen können auf größere Körperflächen wirken. Je nach Fingerposition und Ausführung erreichen die TTouches unterschiedliche Gewebeschichten. Hebende TTouches können dabei helfen, das Unterhautgewebe zu entspannen und Raum für Blutgefäße zu schaffen. Dies kann wiederum Einfluss auf Herzfrequenz und Atmung haben.

Auch rund um die Gelenke kann das Lösen von Spannungen durch TTouches dazu beitragen, die Beweglichkeit zu verbessern.

Faszinierend, nicht wahr?


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