Tellington TTouch Verein Deutschland e.V.
Offizielle Seite der zertifizierten Lehrer*innen der Tellington TTouch® Trainingsmethode in Deutschland

„Gewalt beginnt, wo Wissen endet.“

Blogbeitrag von Ingrid Wild (Tellington Instruktorin für Pferde aus Deutschland)

Dieser Satz ist mir vor einiger Zeit wieder begegnet – In einem Gespräch mit einer erfahrenen Pferdefachfrau bat ich sie um Feedback zu unserem Werbeslogan- „Wissen statt Gewalt“- für die Tellington TTouch & Reiten- Ausbildung. Sie antwortete darauf: „Ich glaube nicht, dass die Mehrheit der Reiter ihren Pferden Gewalt antun möchte. Sie glauben einfach nicht, dass das, was sie tun, gewalttätig ist.“



Das machte mich nachdenklich. 
Denn vielleicht liegt genau darin eines der größten Probleme im Umgang mit Pferden: 
Wir haben uns an Dinge gewöhnt, die wir früher vielleicht hinterfragt hätten.
Und wenn sich das, was wir als normal empfinden, immer weiter verschiebt, bemerken wir die Veränderung irgendwann nicht mehr.

Die Verschiebung der Baseline
Die Wissenschaft kennt dieses Phänomen als „Shifting Baseline“ – die Verschiebung der Ausgangsnorm. Die Sozialwissenschaftlerin und Autorin Juli von Bismarck beschreibt das Phänomen der „Verschiebung der Baseline“:
 Was eine Generation noch als ungewöhnlich, problematisch oder sogar erschreckend wahrgenommen hat, wird für die nächste Generation zur Normalität. 



Nicht, weil sich die Sache unbedingt zum Besseren verändert hat.
 Sondern weil wir uns daran gewöhnt haben. 



Könnte genau das auch im Pferdesport geschehen?

Schauen wir uns um.
 


Pferde, die bereits im Alter von eineinhalb Jahren systematisch ins Training genommen werden.
 Junge Pferde, deren Körper noch lange nicht ausgereift ist, die aber bereits lernen sollen, einen Menschen zu tragen, bestimmte Bewegungsabläufe auszuführen und zuverlässig zu funktionieren.
 
Gebisse, die auf kleinste Bewegungen enorme Kräfte entwickeln können.

Scharfe Zäumungen,  eng verschnallte Nasenriemen, Sporen, Gewichte an den Beinen. 
Hilfszügel und andere Trainingshilfen, deren Wirkung viele Menschen nicht wirklich verstehen. Equipment, das nicht passt oder nicht korrekt eingesetzt wird. 


Starker Druck auf Zügel und Gebiss. 


Pferde, die sich gegen die Einwirkung wehren – und deren Widerstand als Ungehorsam, Widersetzlichkeit oder mangelnde Ausbildung bezeichnet wird. 
Und manchmal ein Pferd, das äußerlich „funktioniert“, während sein Körper und sein Ausdruck etwas völlig anderes erzählen.



Ist das inzwischen normal?

Und wenn ja:
Wer hat eigentlich entschieden, dass es normal ist?

Wenn Schmerz zum Trainingsmittel wird

Vielleicht müssen wir unsere Vorstellung davon erweitern, was Gewalt bedeutet.

Gewalt ist nicht erst der offensichtliche Schlag. Nicht erst der Moment, in dem ein Mensch die Kontrolle verliert.
Gewalt kann auch systematisch, kontrolliert und professionell aussehen.
Sie kann in einem Trainingsplan stehen.
Sie kann Teil einer Ausbildung sein.
 Sie kann von einem renommierten Trainer vermittelt werden.
 Sie kann auf einem Turnier stattfinden.
 Sie kann mit den besten Absichten ausgeführt werden.
 Und genau deshalb ist sie so schwer zu erkennen.

Wenn ein Pferd auf einen starken Schmerzreiz mit der gewünschten Reaktion antwortet, kann das von außen wie erfolgreiches Training aussehen.
Das Pferd läuft. Es hält an. Es tritt zurück. Es läuft eine Lektion. Es „gehorcht“.

Aber die entscheidende Frage lautet:
 Was hat das Pferd dabei gelernt? 


Hat es verstanden? 
Hat es Vertrauen entwickelt?
 
Hat es körperlich an Balance und Kraft gewonnen?

Oder hat es lediglich gelernt, einem unangenehmen oder schmerzhaften Reiz zu entkommen?

Und natürlich ist es wichtig, zwischen bewusster Grausamkeit und unbewusstem, problematischen Handeln zu unterscheiden. 
Die meisten Menschen lieben ihre Pferde. Sie füttern sie. Sie kümmern sich um ihre Hufe. Sie kaufen gutes Futter. Sie sorgen sich, wenn das Pferd krank ist. Sie möchten, dass es ihm gut geht. Und gerade deshalb ist diese Diskussion so wichtig.
 Denn Liebe allein schützt nicht vor falschem Handeln.



Wir können einem Lebewesen sehr zugetan sein und ihm trotzdem unbeabsichtigt Schmerzen zufügen. Wir können es gut meinen und trotzdem etwas tun, das für das Pferd belastend ist. Wir können glauben, dass wir trainieren, während das Pferd vielleicht nur versucht, einer unangenehmen Situation zu entkommen.
 


Das macht einen Menschen nicht automatisch zu einem schlechten Menschen.
Aber es macht ihn verantwortlich dafür, mehr wissen zu wollen.

Deshalb sollten wir uns angewöhnen, scheinbar alltägliche Dinge wieder mit den Augen eines Menschen zu betrachten, der sie zum ersten Mal sieht.
 


Ein Pferd mit einem sehr engen Nasenriemen. 

Ein zu junges Pferd mit Reitergewicht.
 
Ein Pferd, das sich gegen das Gebiss wehrt.
 
Ein Pferd, das unter einer starken Einwirkung plötzlich „nachgibt“.
 
Ein Pferd, das funktioniert.

Ein Pferd, das beim Aufsteigen bereits Spannung zeigt.

Ein Pferd, das beim Satteln die Ohren anlegt.

Ein Pferd, das beim Angurten das Kinn festhält.

Ein Pferd, das beim Reiten den Schweif schlägt, das Maul öffnet oder mit dem Kopf schlägt.

Was würden wir sehen, wenn wir nicht sofort sagen würden:
 „Das ist eben ein schwieriges Pferd“
, sondern: „Was versucht mir dieses Pferd gerade mitzuteilen?“

Fortsetzung folgt


Ingrid’s nächste Veranstaltungen:

www.wild-pferd.com

26./27.September 2026
Tellington TTouch® und Reiten in 86853 Langerringen
Information und Anmeldung bei Christiane Hausladen, Email: christiane.hausladen@freenet.de

09.-11.Oktober 2026
Intensivseminar: Trainingstage Tellington TTouch® für Pferde
mit  3 Tellington TTouch Instruktoren Lily Merklin, Ingrid Wild und Daniel Schnell
Freue dich auf  Praxisnahes Lernen mit Pferd
, Tellington TTouch® in Theorie & Anwendung
,  Arbeit im Lernparcours,  Reiten mit mehr Freude & Bewusstsein

Mit viel Erfahrung, Einfühlungsvermögen und Leidenschaft gehen die InstruktorInnen individuell auf dich und dein Pferd ein
Spüre die besondere Energie dieser Methode und nimm wertvolle Impulse für deinen Alltag mit.
Veranstaltungsort, Information und Anmeldung:
Daniel Schnell, Pferdehof Luppmanns , Luppmanns 2 – 88279 Amtzell  mail: info@luppmanns.de – www.luppmanns.de 

17./18. Oktober 2025
Tellington TTouch® und Reiten in 67808 Schönborn
Anmeldung bei Isabelle Tschöpke, Email: isabelle.tschoepke@gmx.de

Practitioner Ausbildung Pferde:
2. Modul:  30.März – 4.April 2027
https://www.wildundschnell.com/anmelden/
auch mit eigenem Pferd


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Tellington TTouch von Anfang an

Blogbeitrag von Daniela Zurr (Tellington Instruktorin für Kleintiere und Menschen aus Deutschland)

Wie lange sind Sie schon mit Tellington TTouch vertraut? Mir ist vor kurzem bewusst geworden, wie lange mich dieser schon durch das Leben begleitet.

Ich war bei Freunden zu Besuch, mit denen ich studiert habe. Die Freundin habe ich durch ihre 3 Schwangerschaften mit TTouch begleitet. Sie hatte in dieser Zeit sehr mit dicken Beinen und mit Problemen auf Grund ihrer Krampfadern zu kämpfen. Mit regelmäßigem Einsatz von Tellington-Körperbändern und TTouches reduzierten sich ihre Beschwerden deutlich.

Die ersten Jahre konnte ich dann auch noch das Heranwachsen der drei Jungs erleben und wir hatten viel Spaß, wenn wir gemeinsam mit Kindern, Ponys und Hunden losgezogen sind.

Dann haben wir uns einige Jahre aus den Augen verloren und inzwischen sind die Kinder erwachsene Männer und einer von ihnen wird demnächst Vater😊 Während meines Aufenthalts kam es zu einem kurzfristigen Krankenhausaufenthalt seiner Partnerin, da es Anzeichen für eine verfrüht bevorstehende Geburt gab.

Die Aufregung war natürlich groß und wie dankbar war ich, dass ich TTouch zur Unterstützung anbieten konnte. Es war ein wunderschönes Gefühl, jetzt TTouch für die nächste Generation zeigen zu dürfen und bei dem zukünftigen Vater, die Freude, dass er seine Partnerin und das ungeborene Baby unterstützen kann, zu erleben.

Wie Sie auch ihre Familie mit TTouch unterstützen möchten, schauen Sie nach TTouch for you Kursen in ihrer Nähe oder online. Viel Freude dabei, wünsche ich Ihnen!

Daniela’s nächste Veranstaltungen

Tellington Ausbildung für Menschen

15.10.26 Beginn

Geräuschangst beim Hund 

Internationales Experten-Panel

Seminar für praktische Tierärzt:innen, Tierärzt:innen des Fachbereichs Verhaltensmedizin, Studierende der Veterinärmedizin

27.09.26

ttouch-n-click Hundetrainerausbildung -live in Berlin


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Für die Schweiz

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Freudige Neuigkeit: „Resilienz für Mensch und Pferd“ ist jetzt ISAAT-akkreditiert!

Blogbeitrag von Bibi Degn (Tellington Instruktorin für Hunde, Kleintiere und Pferde aus Spanien)

Wir freuen uns sehr, eine besondere Nachricht mit euch zu teilen: Unsere Weiterbildung „Resilienz für Mensch und Pferd”, achtsame tiergestützte Interventionen (TGI) mit Tellington, wurde von der ISAAT akkreditiert!

Was bedeutet das genau?

Die ISAAT vergibt Akkreditierungen für Bildung im Bereich der tiergestützten Intervention (TGI) (weshalb die Akkreditierung nicht für die Tellington-Ausbildung gegeben werden kann), zertifiziert wurde also nicht die Tellington-Methode allgemein, sondern gezielt die Weiterbildung „Resilienz für Mensch und Pferd“ der Tiere-Akademie, die die bewährte Basis der Tellington-Methode für den TGI-Kontext lehrt.

Warum ist diese Akkreditierung wichtig?

Eine ISAAT-Akkreditierung ist ein Qualitätssiegel. Sie zeigt, dass eine Weiterbildung definierten fachlichen Standards für tiergestützte Arbeit genügt – gerade im wachsenden, aber noch uneinheitlich geregelten Feld der TGI ein wichtiges Signal. Dafür wurden umfangreiche Curricula und die Regularien zum Ablauf vorgelegt und geprüft. 

Für wen ist das relevant?

Diese akkreditierte Weiterbildung kann wertvoll sein für:

  • Menschen, die therapeutisch, pädagogisch oder in sozialer Arbeit tätig sind und ihre Arbeit um eine fundierte, anerkannte pferdegestützte Komponente erweitern möchten
  • Mitarbeiter:innen in Einrichtungen, die TGI anbieten und eine anerkannte Weiterbildung fordern
  • Pferdemenschen, die ihre Tellington-Kenntnisse in Richtung einer anerkannten TGI-Qualifikation weiterentwickeln wollen
  • Reitlehrer:innen und Unterrichtende mit Pferden, denen bei der Wahl einer Weiterbildung eine international anerkannte, methodenübergreifende Qualitätssicherung wichtig ist

Ein besonderer Meilenstein

Mit dieser Akkreditierung gibt es nun im Pferdebereich die auf der Tellington-Methode basierende, ISAAT-akkreditierte Weiterbildung  „Resilienz für Mensch und Pferd“ für TGI. 
Nicht wenige andere Weiterbildungen international haben den Wert der Tellington-Methode in ihrer “Rückwirkung” auf den Menschen erkannt und integrieren einzelne Tellington-Module, von unseren Lehrer:innen als Vortragende. 
Im Hundebereich ist die Weiterbildung “hundgestützt“ (@katjakrauss) auf Tellington aufgebaut. 

Nächster Start

Die nächste Weiterbildung  „Resilienz für Mensch und Pferd“ in Form einer Jahresgruppe startet im März 2027. Wer sich für eine fundierte, ISAAT-akkreditierte Weiterbildung interessiert, ist herzlich eingeladen, sich den Termin in wenigen Tagen, am 15.9. zur Info-Veranstaltung vorzumerken.

Wir freuen uns auf alle, die diesen Weg mit uns gehen möchten!


Bibi’s nächste Veranstaltungen:

Es gibt noch Last-minute-Plätze für ein sehr spannendes Ausbildungs-Modulmit Doris Grütjen und Bibi Degn vom 28.9. – 3.10. in Mönchen-Gladbach im Pfotenhof.
Wir werden uns nebst den Tellington-Techniken mit vergleichender Anatomie und Bewegungsmustern von Mensch und Hund befassen, ausführliche Gangananalysen der mitgebrachten Hunde vornehmen mit Auge wie mit Messgeräten, uns mit Gesundheitsthemen und dem Alter des Hundes beschäftigen, mit der Vorbereitung des Hundes auf Tierarzt-Besuche, uvm. Ich freue mich sehr auf dieses Modul mit Doris!

Im Frühjahr 2027 erwarte ich mit viel Vorfreude die Instruktor-Kollegin Tina Constance aus England. Tina hat viele Jahre mit der (viel zu früh verstorbenen) Sarah Fisher zusammengearbeitet und richtet jetzt gemeinsam mit Debby Potts Ausbildungen in asiatischen Ländern aus –  aber nun vom 27.4. – 1.5. 2027 erstmals in Deutschland. Auch das in Mönchengladbach.

Practitioner-Ausbildung Pferde

Auch hier geht es jetzt los mit den Herbst-Modulen:
Das Intensiv-Seminar zur Pferde-Ausbildung und/oder einem “Neustart” beginnt diese Tage in Kaub am Rhein –  theoretisch mit Restplätzen für EXTREM  kurz Entschlossene.

Ab dem 9.-14.10. beschäftigen wir uns mit dem Ausbau der Pferdeausbildung auf der Basis der Tellington-Methode zur klassischen Dressur, insbesondere mit der Führposition Dingo – in Südspanien.

Im Frühjahr 2027 erwarte ich Robyn Hood als Vortragende für die Pferde-Ausbildung und will schon jetzt darauf hinweisen, dass Kolleg:innen mit einem Rabatt von 50% als Teilnehmende dabei sein können – auch mit eigenem Pferd und dies als Advanced Training anrechenbar ist.
Bitte reserviere den voraussichtlichen Termin vom 10.-14.April. Verbindliche Planung folgt in Kürze!

Resilienz für Mensch und Pferd

Online-Info-Veranstaltung · 15. September 2026 · 19:00 Uhr

Zusätzliche Termine zu Einführungs-Veranstaltungen sind in Planung (Oktober 26 – Februar 27).  Lehrgangs-Beginn 11.3.27


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Faszinierende Faszien

Blogbeitrag von Sylvia Haveman (Tellington Instruktorin für Hunde, Kleintiere und Pferde aus den Niederlanden)

Das Foto zeigt das Skelett eines Hundes mit verschiedenen Faszienlinien, dargestellt durch farbige Bänder. Faszien sind ein faszinierendes und wichtiges Körpergewebe, das den gesamten Körper durchzieht und miteinander verbindet.

Faszien geben dem Körper Struktur und ermöglichen Bewegung. Man kann sie sich wie ein dreidimensionales Spinnennetz aus Bindegewebe vorstellen, das sich zwischen und durch Muskeln, Knochen, Nervenfasern und Organe zieht. Dadurch sind die verschiedenen Körpersysteme miteinander verbunden und können als Einheit funktionieren.

Faszien gibt es in ganz unterschiedlichen Formen und Größen. Sie bilden beispielsweise Sehnen und Bänder, umhüllen Organe und durchziehen das Gewebe bis in mikroskopisch kleine Bereiche. Sogar jede einzelne Zelle des Körpers ist von faszialem Gewebe umgeben. Die Faszie durchdringt, verbindet und unterstützt somit nahezu jeden Bereich des Körpers.

Jeder Teil dieses faszinierenden Netzwerks steht in direkter Verbindung mit anderen Bereichen. Deshalb können Spannungen oder Veränderungen an einer Stelle Auswirkungen auf andere Körperregionen haben.

Gesundes Fasziengewebe ist geschmeidig, gut mit Flüssigkeit versorgt, elastisch und beweglich. Ist die Faszie dagegen wenig beweglich, kann sie trocken, starr oder verhärtet sein.

Forschungen zeigen, dass es sogenannte Faszienlinien oder anatomische Ketten gibt – miteinander verbundene Strukturen, die bei bestimmten Bewegungsmustern zusammenarbeiten. Dadurch wird verständlich, warum eine Veränderung oder Spannung an einer Stelle die Bewegung und das Wohlbefinden an einer anderen Stelle beeinflussen kann.

Das Schöne an den Faszien ist, dass man sie auf unterschiedliche Weise und mit verschiedenen Methoden positiv beeinflussen kann. Eine Methode, die jeder anwenden kann, ohne jahrelang studiert haben zu müssen, ist der Tellington TTouch.

Besonders kreisförmige TTouches und Hautrollen können auf größere Körperflächen wirken. Je nach Fingerposition und Ausführung erreichen die TTouches unterschiedliche Gewebeschichten. Hebende TTouches können dabei helfen, das Unterhautgewebe zu entspannen und Raum für Blutgefäße zu schaffen. Dies kann wiederum Einfluss auf Herzfrequenz und Atmung haben.

Auch rund um die Gelenke kann das Lösen von Spannungen durch TTouches dazu beitragen, die Beweglichkeit zu verbessern.

Faszinierend, nicht wahr?


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Atmung und Haltung- erstaunliche Erfahrungen

Uta macht den Herz-TTouch

Gast Blogbeitrag von Uta Huber (ttouch-n-click Trainerin für Hunde und Katzen aus Deutschland)

Es ist schon wieder ein paar Wochen her, als ich bei „Spaß mit ttouch-n-click 2.0“ in Berlin war.

Dieses Wochenende hat mich wieder so sehr inspiriert und neugierig gemacht, wohin mich diesmal die neuen Erfahrungen führen werden.

Ich bin sehr abgehetzt und leicht gestresst in Berlin angekommen. Durch die verschiedenen Übungen, das Zusammensein mit den wundervollen  Instructorinnen und der Gruppe konnte ich zu mir finden und im wahrsten Sinne des Wortes „durchatmen“.

Wieder einmal durfte ich die wundervolle Wirkung der Tellington TTouches, der Tellington Körperbänder, der Lernparcoure, der 9 Tellington Elemente an mir erfahren.

Ganz besonders sprach mich die Atmung an. Dadurch habe ich gemerkt, dass Atmung und Haltung diesmal wohl mein Thema sind.

So gestärkt bin ich nach Hause gefahren und war gespannt, wohin mich diese neuen Erkenntnisse führen werden. Ich wollte in der kommenden Zeit verstärkt auf meine Atmung und äußeren (ich denke dabei an dien Scheinwerfer an meinen Schultern und meiner Bauchmitte) inneren Haltung achten und beobachten, welche Veränderungen sich evtl. daraus ergeben könnten.

Ich konnte beobachten und die Erfahrung machen, dass diese Art der Haltung eine enorme Auswirkung auf meine Atmung hat. Ich atme tiefer und sehr viel bewusster. Ich kann richtig spüren, dass mein Körper mit mehr Sauerstoff versorgt wird. Dadurch fühle ich mich auch leistungsstärker.

Ein Blick in den Spiegel zeigt mir, dass sich die Haltung verändert hat. Ich wirke sehr viel präsenter und im Hier und Jetzt. Irgendwie komme ich mir größer vor.

Es ist immer wieder erstaunlich und faszinierend, wie Tellington TTouch wirkt, wie schnell und effektiv seine Wirkung sein kann. Und ich bin zutiefst dankbar, ein so wunderbares „Instrument“ zu haben.

Diese Erkenntnis nehme ich auch in mein berufliches Umfeld mit. Auch die Kinder, welche ich im Rahmen meiner Tätigkeit im Frauenhaus betreue, profitieren davon. Ich hatte dem ein oder anderen Kind schon öfter mal ein Körperband angelegt oder den ein oder anderen Tellington TTouch gemacht,

und erstaunliche Erlebnisse gehabt.

Jetzt habe ich verstärkt auf meine Atmung und meine Haltung geachtet und wiederum erstaunliches erfahren: dadurch bin ich den Kindern nochmal anders begegnet. Während ich sie gettoucht habe und/oder ein Körperband angelegt habe, mit ihnen geatmet habe, war es ihnen möglich, sich einzulassen. Kinder, die unausgeglichen, hyperaktiv, verschüchtert, verängstigt, usw. sind, konnten

nach einiger Zeit andere Erfahrungen mit sich selbst und mit ihrem Umfeld sammeln.

Nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den Tieren, mit denen ich zu tun hatte, war die Veränderung zu spüren. Ich habe die „Arbeit“ mit Tellington-TTouch schon immer geliebt, aber erst jetzt merke ich, dass es ein immerwährender Lernprozess ist.

Die Wirkung auf mich selbst und auf mein Gegenüber durch eine positive, aufrechte Haltung und eine bewusste Atmung ist erstaunlich.

Ich gespannt, welche Erfahrungen ich Dank Linda Tellington- Jones im weiteren noch machen darf.


Linda Tellington-Jones live per Zoom am 14. September um 20 Uhr mit dem Thema „Zellintelligenz“

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Wer anderen eine Falle stellt …

Schwar-weiße Katze sitzt im Gras
Blogbeitrag von Lisa Leicht (Tellington Instruktorin für Menschen und Kleintiere aus der Schweiz)

Auch dieses Jahr verbringe ich die Sommermonate in Südfrankreich, wo ich das Zusammensein mit unseren beiden Katzen Moustache und Fanfan genieße.

Seit Wochen ist es außergewöhnlich trocken und heiß. Mit der Hitze tauchten auch wespenähnliche Insekten auf, die sich hartnäckig auf das Katzenfutter stürzten. Kaum stellte ich die Näpfe hin, waren sie da. Die Katzen wurden so bedrängt, dass sie kaum noch in Ruhe fressen konnten.

Schließlich bestellte ich voller Verzweiflung eine Insektenfalle. Ihr Prinzip ist einfach: Honigwasser lockt die Insekten an. Sie fliegen hinein, finden den Ausgang nicht mehr und ertrinken.

Als ich die Falle aufstellte, hatte ich kein gutes Gefühl. Doch die Gesundheit meiner Katzen schien mir wichtiger.

Schon am nächsten Tag entdeckte ich zwei tote Insekten. Während ich die Falle betrachtete, flog ein drittes hinein. Zwei Stunden später lebte es noch immer. Unermüdlich kämpfte es um sein Leben und suchte einen – nicht existierenden – Ausweg. Dieser Anblick berührte mich tief.

Ich konnte diesem kleinen Lebewesen nicht länger beim Sterben zusehen. Also öffnete ich die Falle. Nicht, weil ich wusste, dass es die richtige Lösung war, sondern weil es sich in diesem Moment richtig anfühlte.

Das Insekt flog heraus, setzte sich einen Moment auf die Mauer und verschwand dann.

Später erfuhr ich, dass viele soziale Insekten über Pheromone miteinander kommunizieren. Sie markieren nicht nur Futterquellen, sondern warnen ihre Artgenossen auch vor Gefahren. Damit eine solche Botschaft weitergegeben werden kann, muss ein Insekt überleben und zu seinem Volk zurückkehren.

Ob genau das hier geschah, werde ich wohl nie wissen. Tatsache ist: Von diesem Tag an blieben die Insekten fern, und meine Katzen können wieder ungestört fressen.

Ich denke, dass mich meine langjährige Erfahrung mit der Tellington-Methode auch in dieser Situation – vielleicht ganz unbewusst – beeinflusst hat. Anstatt das Verhalten der Insekten vorschnell zu bewerten, begann ich genauer hinzuschauen: Was bewegte dieses Lebewesen? Was brauchte es? Welche Ursache könnte hinter seinem Verhalten stehen?

Erst als ich das Verhalten der Insekten nicht mehr als Angriff, sondern als Ausdruck ihres Überlebensinstinkts verstand, entstand Raum für eine andere Möglichkeit.

Beobachtung. Empathie. Verständnis. Respekt. Und die Bereitschaft, Neues auszuprobieren.

Immer wieder führt mich das zu einer einfachen Frage:
„Welche Geschichte erzählt mir dieses Lebewesen durch sein Verhalten?“


Lisa’s nächste Veranstaltung

15. – 18. Oktober 2026: TTouch for You in Nürnberg, Körperarbeit für Wohlbefinden, Konzentration und leichteres Lernen, Basismodul, https://ttouchforyou-bayern.de

24 – 26. Oktober 2026: Online Intensivkurs “Wie Tellington TTouch den Vagusnerv stärkt – und deinen Hund ins  Gleichgewicht bringt” Diese Veranstaltung zählt für die Practitionerausbildung.

31.10 – 01.11. 2026: TTouch for You  in Bad Vöslau bei Wien, https://tellington4you.at/termine/



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Der letzte Strohhalm – Ole darf leben

Pudelgesicht

Blogbeitrag von Karin Petra Freiling (Tellington Instruktorin für Menschen und Kleintiere aus Deutschland)

Manchmal kommt ein Hund ins Leben und stellt alles auf den Kopf, weil er dringend jemanden braucht, der an ihn glaubt und den Schatz in ihm sieht.

Ole ist ein sieben Monate junger kleiner Pudel. Er fand seinen Weg zu mir, nachdem befreundete Tierärzte und Verhaltenstrainer mich fragten, ob ich mich seiner annehmen könne. Denn die letzte Option, die im Raum stand, war die Euthanasie.

Mein Herz ist meistens schneller als mein Gehirn. Also sagte ich Ja. Obwohl unser Haus bereits voller Notfälle ist. Vielleicht sind es aber genau diese besonderen Hunde und mein eigenes Rudel, die meine allerbesten Mitarbeiter sind.

Schon bei Oles Ankunft fallen viele Dinge auf: Zuckungen, ein nicht abgestiegener Hoden, ein schief getragener Kopf und eine auffällige, ungleiche Augenstellung. Er wirkt ruhelos, getrieben, sein kleiner Körper ist voller Spannung.

Und dann kommt Cleo.

Meine Colliedame schnuppert Ole liebevoll ab, legt sich demonstrativ hin und scheint ihm sagen zu wollen: „Schau mal. So geht Entspannung.“

Und tatsächlich: Ole legt sich hin.

Seine verzweifelten Besitzer stehen unterdessen vor mir. Menschen, die ihren Hund aus tiefstem Herzen lieben und trotzdem keinen Weg mehr sehen, weil ihnen die Hoffnung genommen wurde. Fast 20.000 Euro haben sie in wenigen Monaten investiert, um Ole zu helfen. Sie haben gesucht, ausprobiert, gehofft – und immer wieder gehört, dass sie es nicht richtig machen. Sogar Wasser anspritzen wurde ihnen als Lösung empfohlen.

Mir blieb die Luft weg.

Denn genau hier beginnt für mich die Bedeutung von Tellington TTouch: Mensch und Tier respektvoll, achtsam und gewaltfrei zu begleiten – sie zu stützen, zu stärken und ihnen wieder Vertrauen in sich selbst zu schenken.

Ich spürte die Liebe zwischen Ole und seinen Menschen. Und deshalb gab ich ihnen ganz vorsichtig Hoffnung.

Ole bleibt zunächst bei mir. Seine Menschen dürfen zur Ruhe kommen. Jede Woche kommen sie zu mir und lernen Tellington TTouch, lernen Ole neu zu verstehen und ihm Sicherheit zu geben.

Und ich habe ein Bild im Kopf: Ole entspannt. Ole vertraut. Ole läuft eines Tages mit seinen Menschen als harmonisches Team durchs Leben.

Ich begann, Ole genau mit diesem Bild zu touchen – mit dem klaren inneren Bild, dass Entspannung möglich ist.

Und dann geschieht etwas, das mich tief berührt:

Schon nach einem Tag kann Ole schlafen.

Er kann entspannen. Etwas, das ihm über Monate nicht möglich war und wonach sich seine Menschen so verzweifelt gesehnt hatten.

Nach zwei Durchläufen durch das Tellington Labyrinth, mit „Meet and Melt“ und dem Ausstreichen der Leine, läuft Ole plötzlich entspannt an einer „lächelnden“ Leine – auf allen vier Beinchen.

Noch kurz zuvor konnte er nur schreiend auf den Hinterbeinen laufen. Sein ganzer kleiner Körper war verkrampft.

Jetzt ist da Bewegung. Vertrauen. Ein erster Funke Hoffnung.

Und dieser Funke wird größer.

Mein Bild von Ole und seinen Menschen wird mit jedem kleinen Fortschritt klarer und präsenter.

Wir schaffen das.

Der letzte Strohhalm ist noch nicht zerbrochen.

Im Gegenteil.

Er trägt Hoffnung.

Ole darf leben. 🙏💓


Karin’s nächste Veranstaltungen

www.karinpetrafreiling.de

Schmerzbehandlung und physiotherapeutische Aspekte bei Hunden

Wochenendseminar 04. – 05.09.2026

https://share.google/vP5gUG6c79HtMenGa

ttouchforyou-bayern.de



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Das Alter ist relativ

Schafspudel Arwen spielt mit Cattledog Neo

Blogbeitrag von Katja Krauß (Tellington Instruktorin für Kleintiere aus Deutschland)

Immer wieder höre ich Sätze wie: „Mein Hund, mein Pferd oder meine Katze ist ja schließlich schon … alt.“ Oder: „Na ja, in meinem Alter geht das eben nicht mehr so schnell oder so gut wie noch vor ein paar Jahren.“

Natürlich verändert sich im Laufe des Lebens vieles. Doch meiner Meinung nach findet ein großer Teil dessen, was wir mit Alter verbinden, in unserem eigenen Kopf statt. Wenn ich davon überzeugt bin, dass etwas nicht mehr so gut funktioniert, oder wenn ich glaube, dass Schmerzen einfach zum Älterwerden dazugehören, dann wird uns das Leben oft nicht eines Besseren belehren;-) Ganz nach dem Prinzip der „Self-Fulfilling Prophecy“ richten sich unsere Wahrnehmung und manchmal auch unser Handeln nach unseren eigenen Vorstellungen.

Da ich mich seit knapp 30 Jahren in Tellington-Kreisen bewege und auch schon davor vor allem Kontakt zu Menschen hatte, die sich sehr intensiv um das Wohlergehen ihrer Tiere bemühten, wurde mir bei einem Vortrag meiner Freundin Stephanie Hornung vor vielen Jahren etwas sehr deutlich bewusst: Meine Vorstellung von der durchschnittlichen Lebenserwartung von Tieren lag vollkommen daneben.

Damals erzählte sie, dass die durchschnittliche Lebenserwartung von Pferden in Deutschland – nach Berechnungen von Versicherungen – bei gerade einmal acht Jahren liege.

Zuerst dachte ich, ich hätte mich verhört. Doch sie erklärte, wie diese erstaunlich kurze Lebenserwartung zustande kam: In Deutschland würden bereits viele Fohlen geschlachtet, und zahlreiche Sportpferde würden schon in sehr jungen Jahren aufgrund von frühzeitigem Gelenk- oder Sehnenverschleiß eingeschläfert.

Bis zu diesem Zeitpunkt war ich davon ausgegangen, dass Pferde mindestens 30 Jahre alt werden und bei guten Bedingungen durchaus 40 Jahre erreichen können. Bei Katzen hielt ich eine Lebenserwartung von etwa 20 Jahren für ganz normal – und auch dort kannte ich viele Tiere, die sogar noch älter wurden. Hunde fingen für mich frühestens mit zwölf oder dreizehn Jahren alt zu werden und konnten durchaus 18 Jahre oder älter werden.

Bei der THW-Prüfung zum Trümmersuchhund-Team vor vielen Jahren fragte mich ein Prüfer, wie alt meine Hündin sei. Als ich „Zwölf“ antwortete, fragte er erstaunt nach: „Zwölf Monate?“

Meine Bordercollie-Mischlingshündin war offenbar so fit und leistungsfähig, dass er sich kaum vorstellen konnte, eine zwölfjährige Hündin vor sich zu haben.

Wie viele Menschen – und leider auch Tiere – werden eigentlich „altgeredet“? Und das geschieht nicht nur im Alltag, sondern häufig besonders durch Ärzte.

Natürlich macht es einen großen Unterschied, ob ich einen sechs Monate alten Hund oder einen sechs Jahre alten Hund vor mir habe. Deshalb halte ich es durchaus für sinnvoll, Lebensphasen zu unterscheiden. Aber nicht, um jemanden als „alt“ abzustempeln, sondern um einordnen zu können, wie viel Zeit ein Individuum bereits hatte, Erfahrungen zu sammeln und wo es ungefähr in seiner körperlichen und geistigen Entwicklung steht.

Manchmal wünsche ich mir deshalb, wir könnten das Geburtsjahr von Mensch und Tier einfach vergessen.

Wir könnten selbstverständlich weiterhin Geburtstag feiern – als Anlass, uns jedes Jahr darüber zu freuen, dass dieser Mensch oder dieses Tier Teil unseres Lebens ist.

Aber wenn es um Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Fitness geht, fände ich es viel sinnvoller, das Individuum selbst zu betrachten. Nicht die Zahl auf dem Papier.

Denn Alter ist relativ – besonders, wenn wir die Tellington-Methode in unser Leben einfließen lassen.


Katja’s nächste Veranstaltungen

TTouch meets Waldbaden

Alle Informationen hier: https://www.greh.de/angebote/waldbaden/



Tellington TTouch online – jede Woche – Schnupperstunde kostenlos

Gemeinsames ttouchen und kennen lernen der Tellington Methode unter Anleitung von Katja Krauß

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ttouch-n-click Trainer (Hunde oder Katzen) Ausbildung

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HUNDGESTÜTZT für Pädagogen, Therapeuten und Andere, die ihren Hund in ihrem beruflichen Umfeld einsetzen wollen

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Spürhundausbildung – jeder Zielgeruch ist möglich

Wer sich intensiv mit der Spürhundasubildung beschäftigen möchte ist hier richtig. Spaß für Halter und Hund – Anfang Januar online.

www.schimmelsuchemithund.de


Loving Animals

Der Kurs überträgt die Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg auf den Umgang Hunde und andere Tiere.

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www.lovinganimals.de


Linda Tellington-Jones live zum Thema Zellintelligenz am 14. September 2026

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Linda Tellington-Jones heute um 20 Uhr live

Zoomlink: https://us02web.zoom.us/j/85609257579?pwd=M2IvTi8rMmEweE02c25nd2M4ZTNUUT09


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Von „Datsch ner a weng“ zur „Umarmung zum Mitnehmen“

Gast Blogbeitrag von Petra Wolf (TTouch for You Practitioner aus Deutschland)

Ich fragte Dr. Daniela Zurr, ob sie die Tellington Körperbänder für einen Materialkoffer zu Alternativen freiheitsentziehender Maßnahmen übernehmen würde. Sie tat es. Auf dem Heimweg hatte ich Juckreiz an der Hand. Daniela fragte, ob sie mich „ttouchen“ solle. Ganz fränkisch dachte ich: „Datsch ner a weng, danach kratz ich weiter.“ Doch der Juckreiz war weg. Ich jedoch war mit dem Tellington-Virus infiziert.

Ich absolvierte die Weiterbildung zum Tellington TTouch for You® für Humantherapie und entwickelte ein Faible für Tellington Körperbänder. Als Freiberuflerin wurden Tellington TTouch® und Tellington Körperbänder schnell Teil meiner praktischen Arbeit.

Vom Stiefel bis zum Oberarmband, vom Vierfingerband bis zur Erdung entstanden individuelle Lösungen. Oft rief ich Monika Reeh-Mehlis an: „Ich brauche ein ganz besonderes Band. Es müsste so und so aussehen, weil …“ Monika tüftelte, entwarf, nähte und am Ende war es genau mein Band.

Wie schnell Menschen sich auf eine „Umarmung zum Mitnehmen“ einlassen. Ein Band kann helfen, sich zu spüren, zu fokussieren, Grenzen wahrzunehmen und bei sich anzukommen.

Ob der Heart Hug TTouch® im Morgenkreis, Noahs Marsch TTouch® bei der täglichen Körperpflege oder das Tellington Labyrinth: Diese kleinen Interventionen schaffen Momente, in denen Menschen sich selbst erleben.

Und über allem: „Remember your perfection.“ – Erinnere dich, du bist vollkommen. So wie du bist. Mit Ecken und Kanten. Neurotypisch oder neurodivers.

Für mich steckt darin eine Haltung: Wir müssen Menschen nicht verändern, verbessern oder „normalisieren“. Manchmal dürfen wir ihnen helfen, sich zu spüren und ihren eigenen Weg zu gehen und dabei ganz bei sich zu sein.

Das ist für mich die Kraft der Tellington Körperbänder und des Tellington TTouch® Sie geben nichts vor. Sie laden ein. Zum Spüren. Zum Ankommen. Zum Bei-sich-Sein. Und manchmal schenken sie einfach eine ganz persönliche Umarmung zum Mitnehmen.


Petra’s nächste Veranstaltungen

2-Tages Seminar mit Lisa Leicht „Farben und ihre Wirkung“: santoswolf@gmx.de


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