Blogbeitrag von Lily Merklin (Tellington TTouch Instruktorin für Pferde aus der Schweiz)
Als ich meinen ersten Kontakt zu Tellington hatte, hieß die Arbeit noch anders.
Wir sprachen damals von Tellington TTouch Equine Awareness Method, also der Tellington TTouch (Berührung) Pferde-Bewussteins-Methode.
Was in der ausgeschriebenen Form furchtbar umständlich klingt, vor allem auf Deutsch, lässt es sich aber wunderbar abkürzen: TTEAM.
Ich liebte diese Analogie zur Arbeit im Team – vor allem, weil wir in der Tellington-Methode so oft diese Kraft der Gruppe nutzen.
Ich bin sicher, dass dies – neben allen genialen Techniken und Überlegungen – ein wesentlicher Wirkfaktor ist.
Wir sind genau wie die meisten Tiere und sicher alle Säugetiere soziale Wesen. Wir orientieren uns, bewusst wie unbewusst, an unseren Mitgeschöpfen. Tiere auch.
In den Kursen ist das offensichtlich, im Alltag müssen wir solche Momente bewusster gestalten.
Machen Sie das! Schaffen Sie Situationen, in denen nette Menschen dabei sind (Wenn das in der Realität nicht so leicht ist, nutzen Sie die Kraft Ihrer Vorstellung!).
Trainieren Sie mit Gleichgesinnten! Laden Sie andere Menschen ein, um gemeinsam zu üben, involvieren Sie Partner, Freunde, Familie, Nachbarn und alle, die bereit sind mitzumachen.
Das fällt Ihnen schwer? Dann kommen Sie zu einem Tellington-Kurs und erleben die Kraft des TTEAMs unmittelbar.
ttouch-n-click Onlinemodul
09.-13. Januar 2026
Im Januar unterrichtet Lily Merklin fünf Tage online ttouch-n-click.
Das Modul findet innerhalb der ttouch-n-click Trainer Ausbildung statt. Buche noch bis zum 31.12.25 und spare 1000 Euro!
Das Dr. Daniela Zurr, Lily Merklin, Lisa Leicht, Sylvia Haveman, Karin Freiling, Doris Prinstinger und Katja Krauß gleichzeitig live an einem Wochenende unterrichten ist einmalig. Alle ttouch-n-click Dozentinnen am selben Ort zur selben Zeit, dass ist schon ein außergewöhnliches Ereignis.
Alle sieben sind TTouch Instruktorinnen und werden verschiedene Inhalte erklären und unterrichten. Der Workshop richtet sich an Anfänger genauso wie an Fortgeschrittene. Das Besondere ist die Kombination der Dozentinnen, die dafür spricht, dass keine Frage unbeantwortet bleiben wird :-).
Blogbeitrag von Vanda Oosterhuis (Tellington Instruktorin für Pferde aus den Niederlanden)
Wenn das Wetter schlecht ist, draußen alles nass ist, es früh dunkel wird, keine Halle zur Verfügung steht, kann es herausfordernd sein, etwas schönes und sogar nützliches mit Pferden zu tun.
Vor vielen Jahren wohnten meine Pferde bei Isländerleute die, obwohl die Pferde immer draußen waren, verschiedene Ställe hatten. Da habe ich im Winter manchmal geübt. In einen Stall hinein gehen, drehen in beide Richtungen, einen Schritt zur Seite gehen, alles ruhig Schritt für Schritt und achten auf die Balance. Aus dem Stall und wieder rückwärts zurück, Schritt für Schritt. Das gleiche auch im Stallgang, einen Pfosten hinlegen und um eine Kurve gehen. So konnte ich doch noch nützliches und nettes mit meinen Pferden tun.
Heute habe ich eine große Scheune, jetzt ist es einfacher, da können wir schöne Lernparcoursübungen durchführen. Ich habe mit einer Kundin zusammen gearbeitet und sie war sehr kreativ! Ich war erstaunt wie mein Lukka mit Eveline zwischen den Heuballen durchging, es war wirklich eng. Das erste mal fand Lukka es zu spannend und ist rückwärts zurück gegangen. Da sah ich den Vorteil von der Tellington so viel Vertrauen hatte, dass sie danach doch in einem ziemlich engen Raum ruhig mit Eveline mitging.
Ich hatte einige Pfosten hingelegt – man kann damit auch viel machen. In der Bahn übte Eveline mit Lukka eine Kehrtwendung mit ihrer Vorhand in einem Reifen. In der Scheune war das eine schöne neue Herausforderung mit einem aufgerollten Schlauch.
Eine alte Matratze ist auch toll. Ist mal etwas anderes als die Balance Pads……Brák fand es kein Problem! Ein Plastikplane ist auch gut, und drinnen bleibt es viel besser liegen als draußen, wenn es windig ist. Eine alte Decke überqueren, eine Acht um einen Schubkarren laufen, wir hatten viel Spaß!
Sei kreativ, dann ist viel möglich! Viel Spaß!
Vanda’s nächste Veranstaltungen:
2. bis 4. April 2026 Training für Pferden mit Robyn Hood
Blogbeitrag von Daniela Zurr (Tellington Instruktorin für Kleintiere und Menschen aus Deutschland)
Hattest Du schon mal die Gelegenheit einen dieser wunderschönen Vögel aus der Nähe zu betrachten?
Dann ist Dir bestimmt der beeindruckende Schnabel aufgefallen, mit dem der Papagei Äste oder harte Nüsse problemlos knacken kann, aber auch Schalen und kleine Samen sorgfältig voneinander trennen kann.
Bei einer Beratung in einem Zoo hatte ich neulich Gelegenheit mit einigen dieser Papageien zu arbeiten. Bei Vögeln verwenden wir oft zwei Federn für den ersten Kontakt. Bei scheuen Vögeln führen wir zuerst streichende Bewegungen und TTouches mit Abstand zum Vogel aus, um ihm Sicherheit zu vermitteln und berühren erst später den Körper mit den Federn.
Für viele Papageien ist die Berührung mit Federn einfacher zu akzeptieren als mit den Händen, die oft als bedrohlich empfunden werden.
Wie bei jedem anderen Tier auch passen wir unser Vorgehen an das Feedback des Tieres an.
Hier vielen die Antworten auf meine Fragen bei den drei Vögeln unterschiedlich aus:
Ein handaufgezogener Gelbbrustara fand jeden Gegenstand in meiner Hand unheimlich, entspannte sich aber sofort, sobald meine Hände leer waren und genoss die TTouches.
Die hellrote Aradame wollte mindestens einen Meter Abstand zu mir haben und beobachtet lieber aus der Ferne, meine Interaktionen mit den Artgenossen. Die Gelbbrustaradame interessierte sich für die Federn und akzeptiere auch einige Berührungen, aber noch größer war ihr Interesse meine Hand mit dem Schnabel und der Zunge zu erkunden.
Da sie sehr vorsichtig mit meinen Fingern umging, durfte sie ausgiebig erkunden und ich führte gleichzeitig einige TTouches auf der Zunge durch. Diese fühlt sich erstaunlich fest, fast ledrig und trocken an😊
Zur Nachahmung nur empfohlen, wenn Du den Papagei gut kennst und seine Körpersprache lesen kannst!
Das Dr. Daniela Zurr, Lily Merklin, Lisa Leicht, Sylvia Haveman, Karin Freiling, Doris Prinstinger und Katja Krauß gleichzeitig live an einem Wochenende unterrichten ist einmalig. Alle ttouch-n-click Dozentinnen am selben Ort zur selben Zeit, dass ist schon ein außergewöhnliches Ereignis.
23. -24.05.26 live in Berlin
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Blogbeitrag von Katja Krauß (Tellington Instruktorin für Kleintiere aus Deutschland)
Aufreiten kann in vielfältiger Weise stattfinden. Hunde reiten bei anderen Hunden von vorne, von hinten oder von der Seite auf. Zudem reiten sie bei Menschen, ihren Kahu* (Haltern) oder fremden Menschen auf oder auch auf irgendeinem Gegenstand, z.B. einem Stofftier oder Kissen.
Ich möchte anhand von vier kurzen Beispielen erklären, dass dieses Verhalten bei Hündinnen häufig einfach Kommunikation ist.
Dhanyabaad (gerufen Dhanyi) ist meine Goldenretrieverhündin. Sie ist eine Tochter von Rani (dem Covergirl von unserem Buch „Emotionen bei Hunden sehen lernen“). Dhanyi spielt nur mit Hunden, die sie sehr gut kennt und auch dann fast ausschließlich, wenn sie den anderen Hund kurz aufgeritten ist. Das Aufreiten ist also wie eine Spielaufforderung. Für mich hat es auch immer ein bisschen den Anschein, dass sie sich versichert, dass der andere Hund ihr absolut wohlgesonnen ist. Ich habe das mal in einem Video festgehalten, den ihr hier anschauen könnt: https://youtu.be/LTJWOdywTrc
Eve war meine kleine, super coole Yorkshire-Terrier-Hündin. Eve war ein Hund, der ein Leben lang jeder Auseinandersetzung aus dem Weg gegangen ist. Für einen kleinen Hund eine sehr weise Entscheidung. Wenn ich nach Hause kam, konnte ich beobachten, wie sie ganz aufgeregt zu einem Kissen lief und dieses aufritt, während mich die anderen Hunde begrüßten. Erst wenn die erste Euphorie etwas weniger wurde, kam auch sie und begrüßte mich. Wie unendlich schlau von ihr, dass sie sich einen Kanal für ihre Aufgeregtheit gesucht hat und sich nicht ins Getümmel der anderen Hunde geworfen hat.
Alani war ebenfalls eine Tochter von Rani und lebte in der Familie meiner guten Freundin Lina Grobecker. Wenn wir uns trafen oder auch spazieren gingen, kam es ab und an zu Situationen, wo Alani Lina aufritt. So weit ich mich erinnere war es immer nur bei ihr. Es waren manchmal aufregende Situationen und manchmal Situationen, wo wir nicht genau wussten, warum sie es tat. Doch was wir ganz klar empfanden, war ein Ruf nach Unterstützung. Wenn Lina dann Noahs Marsch, ein paar Muschel-TTouches oder auch langsame Ohren-TTouches machte, dann konnte Alani wieder auf dem Boden bleiben.
Und weshalb ich überhaupt dieses Thema gewählt habe, ist, weil Yuna (Labrador-Hündin) letzte Woche bei mir zu Gast war. Yuna ist ebenfalls ein Familienmitglied von Lina´s Familie. Sie kam gemeinsam mit ihrem Ziehbruder Willi zu Besuch. Willi (mittelhoher Vielrassenhund) ist ein recht neues Familienmitglied und er macht manchmal aus Unwissenheit Dinge, von denen Yuna denkt, dass er das eher lassen sollte. Das können sehr unterschiedliche Verhaltensweisen sein. Bei mir kam es z.B. dazu, dass Willi mal auf dem Fensterbrett schauen wollte, ob es dort für ihn etwas Interessantes geben würde. Daraufhin hat Yuna ihn kurz aufgeritten und Willi hat sich einer anderen Beschäftigung zugewandt. Das alles geschah auf sehr spielerische Weise.
Diese vier Beispiele sollen zeigen, dass Aufreiten eine Form der Kommunikation ist oder hilft Erregung abzubauen und es gut ist, mal genauer hinzuschauen.
Zeigen Rüden dieses Verhalten oft bei anderen Hunden kann es durchaus auch einem übersteigerten Sexualverhalten geschuldet sein.
Doch wichtig ist noch zu erwähnen, dass dieses Verhalten, wenn es bei anderen Hunden ausgeführt wird, egal ob von Rüden oder Hündinnen, dazu führen kann, dass der andere Hund Schmerzen erfährt, wenn er z.B. eine Hüftproblematik oder Rückenkrankheit hat. Daher sollten dann immer beide Hunde genau beobachtet werden, ob es für beide Hunde in Ordnung ist.
*Kahu wird auf Hawaii eine Person genannt, die mit der Bewahrung, besser gesagt dem Schutz von etwas sehr Kostbarem betraut ist. Was ein Kahu beschützt, ist nicht sein Eigentum. Was sie beschützen, ist ein Teil ihrer Seele.
Katja Krauß, Lina Grobecker und Gabi Vana bieten kostenlose Infoabende an. In dieser Stunde können Fragen zu den Ausbildungen ttouch-n-click, HUNDGESTÜTZT, Loving Animals und der Spürhundausbildung gestellt werden.
Das Dr. Daniela Zurr, Lily Merklin, Lisa Leicht, Sylvia Haveman, Karin Petra Freiling, Doris Prinstinger und Katja Krauß gleichzeitig live an einem Wochenende unterrichten ist einmalig.
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Blogbeitrag von Ingrid Wild (Tellington Instruktorin für Pferde aus Deutschland)
Für viele Pferdehalterinnen ist der Gedanke an ein Jungpferd und dessen Ausbildung mit Aufregung, manchmal auch mit Angst verbunden – besonders der Moment, in dem man das erste Mal aufsteigt. Ein junges Pferd auszubilden, mit ihm zu lernen und gemeinsam die Welt der Reiter zu entdecken, ist für mich jedoch eine der schönsten Aufgaben überhaupt. Es erfüllt mich mit Freude – und es fällt mir leicht, weil ich auf die kleinen, aber so wirkungsvollen Schritte der Tellington TTouch® Methode vertraue. Ohne sie könnte ich mir gar nicht vorstellen, ein junges Pferd sicher, fair und mit Freude auszubilden.
Die Sache mit dem Stehenbleiben
Eine meiner wichtigen Übungen beim Anreiten ist das ruhige Stehenbleiben an der Aufstiegshilfe. Ich möchte, dass die jungen Pferde lernen, dort zuverlässig, entspannt und gerne zu stehen – bis ein klares Signal sie auffordert, sich zu bewegen.
Als ich meine junge Lusitanostute anritt, habe ich genau das mit großer Sorgfalt geübt: Ich konnte auf die Aufstiegshilfe steigen und wieder herunter, um sie herumgehen, mich über sie beugen, sie überall berühren – sie stand. Ich konnte den Fuß in den Steigbügel setzen – sie stand. Ich konnte aufsteigen, mich hinsetzen – und sie stand wie eine Statue, vollkommen ruhig und gelassen.
Jedes Mal, wenn sie so schön stillhielt, habe ich sie gelobt und belohnt. Wir haben das so oft wiederholt, dass sie sich völlig sicher und wohl dabei fühlte.
Dann kam der große Moment: Ich saß im Sattel, bat sie freundlich, ein paar Schritte zu gehen – und merkte sofort, wie gut ich das Stehenbleiben geübt hatte. Sie machte zwei, drei zögernde Schritte, drehte sich dann verwundert um, ging direkt zurück zur Aufstiegshilfe und blieb dort andächtig stehen – ganz so, als wollte sie sagen: „Hier bekomme ich doch sonst immer mein Lob – warum sollten wir jetzt weggehen?“
Ich musste herzlich lachen! An diesem Tag habe ich das Trainingsziel „Von der Aufstiegshilfe wegreiten“ in meinen Trainingsplan aufgenommen.
Bis heute steht meine Stute ruhig und entspannt an jeder Aufstiegshilfe – egal, wo wir sind. Sie wartet geduldig, bis ich ihr das Signal zum Losgehen gebe. Diese Gelassenheit und Klarheit sind für mich ein wunderschönes Beispiel dafür, wie achtsames Training mit Freude und Vertrauen zu echter Sicherheit beim Reiten führt.
Fazit
Das ruhige Stehenbleiben an der Aufstiegshilfe ist viel mehr als nur eine Übung. Es ist ein Symbol für Vertrauen, Klarheit und Sicherheit. Ein Pferd, das gelernt hat, gelassen zu warten, trägt diese Ruhe in jede weitere Trainingseinheit – und schenkt seinem Menschen das gute Gefühl, wirklich gemeinsam unterwegs zu sein.
Ingrid’s nächste Veranstaltungen:
Tellington TTouch® für Pferde
15./16. November 2025 in 94137 Bayerbach
Information und Anmeldung bei Sandra Hesselbarth, Tel. 08536 2890292
Blogbeitrag von Daniela Zurr (Tellington Instruktorin für Kleintiere und Menschen aus Deutschland)
Heute früh habe ich mehrere Minuten gebraucht, um meine Hündin zu überzeugen, dass wir auch bei typischen Oktoberregenwetter mal gemeinsam vor die Tür gehen. Kennen Sie solche Situationen mit Ihren Tieren auch? Dann ist es Zeit sich über gemütliche, gemeinsame Schlechtwetteraktivitäten Gedanken zu machen.
Neben Tricktraining, Indoorphysioübungen und anderen Bewegungsaufgaben eignen sich natürlich auch ruhige TTouch-Einheiten auf dem Sofa, um den Tag zu genießen.
Besonders möchte ich Sie heute einladen, innezuhalten und über Ihre Silvesterpläne nachzudenken. Wie werden Sie und Ihre Tiere die Zeit vom 27.12. bis 3.1. verbringen? Wie viel wird in Ihrer Gegend schon vor dem Jahreswechsel geknallt, was haben die Nachbarn für Feuerwerkspläne und wie kommt Ihr Tier mit lauten Geräuschen klar?
Nach der Bestandsaufnahme kommt die Planung und diese kann vielfältige Aspekte umfassen:
Von der „Flucht“ an einen Ort ohne Feuerwerk, bis zu lärmreduzierenden Maßnahmen im Haus und direkt am Tier (z.B. mit Kopfhörern für den Hund), gezieltem Training und dem Aufbau von Entspannungsorten gibt es vielfältige Möglichkeiten.
Tellington-TTouch, vor allem Ohren- und Herz-TTouch, sowie Tellington-Körperbänder sollten immer dabei sein.
Bei aller Umsicht ist aber für viele unserer Tiere das Feuerwerk eine so starke Belastung, dass sie angstlösende Medikamente benötigen. Nehmen Sie daher gleich nächste Woche Kontakt zu Ihrem Tierarzt auf und lassen Sie sich beraten.
Wenn Sie selber mehr lernen möchten, gibt ein vielfältiges Seminarangebot. Schauen Sie mal auf die Tellington-Webseite nach „Silvesterkursen“.
Daniela’s nächste Veranstaltungen
Katzen mit Schmerzen stressarm behandeln (für Tierärzte), kostenlos
Das Dr. Daniela Zurr, Lily Merklin, Lisa Leicht, Sylvia Haveman, Karin Freiling, Doris Prinstinger und Katja Krauß gleichzeitig live an einem Wochenende unterrichten ist einmalig. Alle ttouch-n-click Dozentinnen am selben Ort zur selben Zeit, dass ist schon ein außergewöhnliches Ereignis.
23. -24.05.26 live in Berlin
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Blogbeitrag von Bibi Degn (Tellington Instruktorin für Hunde, Kleintiere und Pferde aus Spanien)
Körperhaltung, Atem, Bewegungen beeinflussen, wie wir wahrgenommen werden, aber auch, wie wir uns fühlen und denken, denn Gefühle entstehen nicht im Kopf – der Körper spielt eine große Rolle.
Ein Beispiel: Wer mit hängenden Schultern und gesenktem Blick geht, signalisiert Niedergeschlagenheit, verstärkt aber auch innerlich dieses Gefühl. Der Hund, der die Rute einklemmt, das Pferd mit hoher Kopfhaltung zeigt seine Unsicherheit – verstärkt sie aber auch mit der Körperhaltung.
Embodiment wird in der Psychologie, im Coaching, in der Pädagogik genutzt – und in der Tellington TTouch® Methode mit Tieren. Embodiment erinnert uns daran, dass wir keine Köpfe sind, die “Körper spazieren tragen”, sondern verkörperte Wesen.
Genau so lässt sich die oft verblüffende Wirkung der Tellington-Methode verstehen: Durch achtsame Berührung und bewusste Körperübungen entsteht Embodiment, das zu mehr Balance, Vertrauen und Gelassenheit führt. Lernen wird dann möglich, es entsteht Beziehung, und es können bewusste kluge Entscheidungen zu Lebenssituationen getroffen werden.
Jeff aus dem Auslands-Tierschutz hockt unter dem Sofa und wagt sich nur zum Fressen ein paar Schritte heraus. Mit einem Tellington-Körperband verändert er seine Körperhaltung – die Rute ist nicht mehr unter den Bauch gezogen, sondern entwickelt einen leichten Schwung. Jeff beginnt in direkter Folge, sein Umfeld zu erforschen und bewegt sich frei durch den Raum.
Hayati, mein Araber-Wallach, hebt den Kopf und starrt auf das Nachbargrundstück. Ich frage ihn, den Kopf zu senken und er kann wieder in Beziehung sein und weiter lernen.
TTouch bedeutet: Wenn du den Körper veränderst, veränderst du auch Verhalten!
Bibi’s nächste Veranstaltungen:
06.02.2026 Tiergestützte Interventionen mit Pferd und Tellington. Raum zum Kennenlernen. Informations- und Einführungsmodul online.
Blogbeitrag von Sylvia Haveman (Tellington Instruktorin für Hunde, Kleintiere und Pferde aus den Niederlanden)
Heute Morgen habe ich ein bisschen Gartenarbeit gemacht und meine Katze auf der nahegelegenen Wiese herumschleichen sehen. Ihrer Haltung nach zu urteilen, war sie auf der Jagd… Das erinnerte mich an einen Artikel, den ich kürzlich gelesen habe, in dem es hieß, dass die Europäische Waldkatze aufgrund von Veränderungen in der Landschaft wieder im Süden der Niederlande ist. Die wilde Waldkatze war bis ins frühe Mittelalter verbreitet und verschwand dann durch Jagd und Abholzung.
Ein Kater wiegt 3 bis 6,5 Kilo und Kätzinnen maximal 5 Kilo. Vom Aussehen her ähneln sie unserer getigerten Hauskatze, werden aber viel größer und das Fell ist länger. Aber der Unterschied ist am besten am Schwanz zu sehen, der sehr dick ist, 3 bis 5 markante schwarze Ringe hat und am Ende rund ist.
Wilde Weibchen sind etwa 66 Tage lang trächtig und vor allem im Frühjahr werden 2 bis 4 blinde Kätzchen geboren. Wenn die Kätzchen etwa 10 Wochen alt sind, gehen sie zum ersten Mal auf die Jagd und lieben Mäuse.
Wildkatzen sind sehr gute Jäger, die sehr schnell reagieren können, wenn Beute in der Nähe ist. Sie können ihren geschmeidigen Körper leise bewegen und haben starke Zähne, die es ihnen ermöglichen, Fleisch zu zerreißen und festzuhalten. Darüber hinaus verfügen sie über 18 einziehbare Nägel, die scharf bleiben und zum Greifen von Beute verwendet werden können.
Es gibt einen Geruch, dem die Europäische Wildkatze, genau wie die meisten Hauskatzen, nicht widerstehen können, und das ist Baldrian. Dieser Geruch ähnelt dem Geruch bestimmter Hormone, die die Weibchen in der Paarungszeit ausstoßen
Die Wildkatze lebt oft einzelgängerisch und das Weibchen hat einen festen Lebensraum, den es verteidigt. Das Männchen streift etwas mehr herum und hat kein festes Revier.
Unter den richtigen Bedingungen gibt es 2 bis 5 Wildkatzen pro 1000 Hektar.
Während ich dies schreibe, sehe ich aus dem Augenwinkel meine halb schlafende Hauskatze, die an TTouch-Sessions, Wolldecken und immer Futter in Reichweite gewöhnt ist. Was für ein Unterschied mit Felis silvestris silvestris.
Sylvia’s nächste Veranstaltung
Spaß mit ttouch-n-click 2.0
Samstag, 23. Mai 2026 und Sonntag, 24. Mai 2026
Das Dr. Daniela Zurr, Lily Merklin, Lisa Leicht, Sylvia Haveman, Karin Petra Freiling, Doris Prinstinger und Katja Krauß gleichzietig live an einem Wochenende unterrichten ist ziemlich außergewöhnlich.
Alle ttouch-n-click Dozentinnen am selben Ort zur selben Zeit, dass ist schon wirklich was Besonderes.
Alle sieben sind TTouch Instruktorinnen und werden verschiedene Inhalte erklären und unterrichten.
Der Workshop richtet sich an Anfänger genauso wie an Fortgeschrittene.
Das Besondere ist die Kombination der Dozentinnen, die dafür spricht, dass keine Frage unbeantwortet bleiben wird :-).
Auch wenn das Seminar erst 2026 stattfindet- so wird es doch bestimmt schon im Sommer 2025 ausgebucht sein. Also wer dabei sein möchte, der sollte sich demnächst anmelden.
Blogbeitrag von Lisa Leicht (Tellington Instruktorin für Menschen und Kleintiere aus der Schweiz)
Gleich zu Beginn: Im Schatten der Giganten von Jasmin Schreiber hat mich restlos begeistert. Schon im Vorwort lädt die Autorin dazu ein, die Perspektive zu wechseln und verborgene Lebensräume neu zu entdecken – vom Großen ins Kleine, von der scheinbar banalen Mülltonne zum außergewöhnlichen Moospolster daneben, von imposanten Bauwerken zu den Kinderstuben winziger Insekten. Sie fordert uns auf, unsere Vorurteile gegenüber Milben, Nissen, Asseln und anderen Kleinstlebewesen zu überdenken und den Reichtum an Leben zu erforschen, der sich unter Steinen, auf abgestorbenen Ästen, in Pfützen oder sogar in einem Kuhfladen verbirgt.
Besonders berührt hat mich das Zitat gleich zu Anfang: „Für alle kleinen Tiere, die eigentlich nichts gemacht haben, sondern einfach nur ihr Leben leben wollten, dann aber erschlagen, zertreten oder zerquetscht werden – nur, weil sie anders aussehen als ein Hund oder eine Katze.“
Hier verbindet sich die Botschaft des Buches unmittelbar mit der Haltung der Tellington-TTouch-Methode: Respekt und Achtsamkeit für jedes Lebewesen – unabhängig von seiner Größe oder äußeren Erscheinung. TTouch lehrt uns, durch sanfte Berührung die Wahrnehmung zu vertiefen und das Besondere im Gegenüber zu sehen, anstatt nur die Oberfläche oder unsere Vorurteile. Ganz ähnlich öffnet Schreiber mit ihrem Buch unsere Augen für die oft übersehenen Geschöpfe, die im Verborgenen unser Ökosystem tragen.
Ein einfacher Waldspaziergang wird dadurch zu einer Entdeckungsreise in unbekannte Welten. Dazu braucht es kein Raumschiff, sondern lediglich die Fähigkeit, genauer hinzusehen – oder, wie Schreiber es nahelegt, ein „Zoom“.
Dass Fotografieren ihre Leidenschaft ist, erweist sich als großes Glück für die Leserschaft: Ihre technisch brillanten und ästhetisch faszinierenden Aufnahmen sind allein schon ein Grund, das Buch zu besitzen. Doch auch der Text überzeugt – voller Begeisterung teilt Schreiber ihr umfangreiches Wissen, und dieser Enthusiasmus steckt unmittelbar an.
Das Buch ist klar gegliedert, übersichtlich gestaltet und vermittelt auf ansprechende Weise ein detailliertes Verständnis für das komplexe Zusammenspiel im Lebensraum Wald.
Ich selbst verbringe seit meiner Kindheit viel Zeit im Wald und glaubte, ihn gut zu kennen. Doch seit der Lektüre von Im Schatten der Giganten sehe ich ihn mit neuen Augen – und fühle mich wieder wie eine Entdeckerin.
Danke, Jasmin Schreiber!
Lisa’s nächste Veranstaltung
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Das Dr. Daniela Zurr, Lily Merklin, Lisa Leicht, Sylvia Haveman, Karin Freiling, Doris Prinstinger und Katja Krauß gleichzeitig live an einem Wochenende unterrichten ist einmalig. Alle ttouch-n-click Dozentinnen am selben Ort zur selben Zeit, dass ist schon ein außergewöhnliches Ereignis.
Blogbeitrag von Karin Petra Freiling (Tellington Instruktorin für Menschen und Kleintiere aus Deutschland)
Manche Begegnungen berühren das Herz so tief, dass sie in Erinnerung bleiben – nicht wegen der Krankheit, sondern wegen der Schönheit, die durch sie hindurch leuchtet. So war es mit Cappo, einem traumhaft schönen Deutschen Schäferhund mit treuen Augen und einem wundervollen Wesen. Ich kenne ihn schon lange – und es war mir eine Ehre, ihn in dieser besonderen Phase seines Lebens zu begleiten.
Cappo litt an einem Vestibularsyndrom, einer Störung des Gleichgewichtsorgans, die Hunde plötzlich aus der Bahn werfen kann. Der Körper schwankt, der Kopf ist schief, die Augen zucken – und oft wirkt es, als hätte der Hund die Orientierung verloren. Doch in Cappos Blick lag trotz allem Ruhe und Vertrauen.
Ich begann meine Arbeit mit der sanften, rhythmischen Bewegung des Noahs Marsch, um ihn wieder in seinen Körper und in die Balance zu führen. Der Muschel-TTouch, der Liegende Leopard-TTouch und der Waschbär-TTouch entlang der Wirbelsäule halfen, Verspannungen zu lösen und seine Wahrnehmung zu harmonisieren. Besonders der Raupen-TTouch am Rücken und Bauch brachte ihm spürbare Entspannung – sein Atem wurde tiefer, die Muskulatur weich.
Als ich schließlich den Muschel-TTouch mit dem zarten Babyraupen-TTouch am Kopf kombinierte, schloss Cappo genussvoll die Augen. In diesem Moment war alles still – keine Krankheit, kein Schwindel, kein „Problem“. Nur Verbindung.
Denn was im Herzen der Tellington TTouch® Methode liegt, ist weit mehr als Technik. Es ist die innere Haltung, mit der wir dem Tier begegnen. Ich fokussierte mich nicht auf die Symptome, sondern auf seine Schönheit, seine Weisheit und sein Potenzial für Vollkommenheit. Ich sah ihn, wie er wirklich ist – ganz, heil und im Vertrauen.
Am nächsten Tag erreichte mich die freudige Nachricht seiner Besitzerin:
„Cappo läuft viel stabiler und sicherer – und heute wollte er zum ersten Mal seit seiner Erkrankung wieder in den Garten.“
Diese Worte berührten mich tief. Sie sind eine Erinnerung daran, dass Heilung nicht nur auf körperlicher Ebene geschieht. Berührung, Präsenz und Liebe schaffen Räume, in denen Körper und Seele sich erinnern dürfen, wie Ganzsein sich anfühlt.
Ich liebe unsere Arbeit – weil sie genau das möglich macht.
Karin’s nächste Veranstaltungen
01./02.11. Start der Therapiebegleithundeausbildung mit Tellington TTouch und NAB (Meine Methode: Natürlich.Aktiv.Berühren.), Dauer ca. 1 Jahr
07.-09.11. Messestand und Präsentationen TTouch for You auf der Messe Hund & Pferd Dortmund
26.-29.11. Tellington TTouch for You Ausbildung zum Practioner Modul 2. Quereinstieg nach Absprache möglich!