Gast Blogbeitrag von Nicole Stein (ttouch-n-click Trainerin für Hunde und Katzen aus Deutschland)
Als Tierärztin begegne ich immer wieder Tieren, die sich nicht gerne behandeln lassen – weder von mir in der Praxis noch von ihren eigenen Haltern zu Hause. Sehr häufig höre ich dann Sätze wie:
„Anfassen kann ich meinen Hund überall. Aber sobald ich gezielt etwas anschauen oder behandeln möchte, weicht er mir aus.“ Manchmal wird auch von Knurren, Schnappen oder sogar Beißen berichtet.
Bei Katzen zeigt sich ein ähnliches Bild – oft sogar noch deutlicher. Nicht zuletzt, weil sie sich durch ihre Krallen effektiver zur Wehr setzen können als viele Hunde.
Wenn Nähe plötzlich unangenehm wird
Im Alltag sind viele Tiere sehr menschenbezogen und lassen sich gerne streicheln. Doch sobald Berührungen nicht mehr „freiwillig“ wirken, sondern mit Manipulation verbunden sind – Krallen schneiden, Ohren kontrollieren, Zecken entfernen oder Augentropfen verabreichen – kippt die Situation häufig.
Denn genau diese Maßnahmen sind für unsere Tiere zwar notwendig, aber oft unangenehm oder sogar bedrohlich.
Menschen können wir erklären, was wir tun und warum es wichtig ist. Bei unseren Tiere können wir das nicht. Sie erleben nur die Handlung – nicht die Absicht dahinter.
Medical Training: Verständigung statt Zwang
Hier setzt Medical Training an. Ziel ist es, Tiere gezielt und kleinschrittig an alltägliche medizinische und pflegerische Maßnahmen heranzuführen. Nicht durch Druck, sondern durch Verständnis, Struktur und positive Erfahrungen.
Als Verhaltenstierärztin ist genau das ein zentraler Bestandteil meiner Arbeit. Durch meine langjährige Erfahrung im Tiertraining lag es für mich nahe, diese beiden Bereiche miteinander zu verbinden. Daraus entstand meine Leidenschaft fürs Medical Training als Vorbereitung auf Behandlungen und Pflegemaßnahmen.
Denn eines wird schnell deutlich: Ein Tier, das weiß, was als Nächstes passiert, bleibt deutlich entspannter.
Bekannte Abläufe schaffen Sicherheit. Sicherheit schafft Vertrauen.
Berührung ist nicht gleich Berührung
Ein oft unterschätzter Aspekt im Vertrauensaufbau ist die Qualität der Berührung.
Bevor ein Tier lernt, eine bestimmte Manipulation zu tolerieren, muss es häufig zunächst wieder lernen, dass Berührungen an sich etwas Positives sein können. Eine sanfte, gut lesbare und respektvolle Kontaktaufnahme spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Im Aufbau des Medical Trainings lege ich deshalb großen Wert darauf, Tiere zunächst an Berührungen an Stellen heranzuführen, die sie gut annehmen können – ohne Druck, ohne Überforderung.
Fortsetzung folgt demnächst
Nicole’s nächste Veranstaltungen
Am 1. September gibt es wieder die Möglichkeit in meine Ausbildung einzusteigen. Infos dazu gibt es auf folgender Seite: https://medical-trainer.com/ausbildung-zum-medical-trainer/
Allgemeine Hinweise zu mir
Homepage: https://medical-trainer.com/
Podcast: https://open.spotify.com/show/1O9iHbNheXWuvRAQCrJd7X?si=a62a8a86e2244fb7
Youtube: https://www.youtube.com/@MedicalTrainingmitNicoleStein
Du möchtest auch 2x wöchentlich kostenlose Tellington Infos erhalten, dann melde dich jetzt an: https://tellington-methode.de/newsticker/
Möchtest du noch mehr Infos und längere Artikel, unter anderem auch von Linda höchstpersönlich, dann abonniere das Tellington Magazin. https://tellington-methode.de/tellington-magazin/
und teile gerne den Newsticker: https://tellington-methode.de/newsticker/
Alle Blogbeiträge sind hier zu finden:https://tellington-methode.de/aktuell/
Termine zu weiteren Tellington Seminaren in Deutschland findest du hier: https://tellington-methode.de/alle-termine/
Für Österreich
alle Blogbeiträge und Termine zu weiteren Seminaren findest du auf
www.tellington.at oder folge uns auf facebook Tellington TTouch Training Österreich
Hier ist die Schweizer Tellington Verbandsseite zu finden: https://tellington-ttouch.ch/index.php/de/












